In einem Lokal in Raunheim nahe dem Frankfurter Flughafen sind zwei Menschen erschossen worden. Seit dem Morgen läuft eine Fahndung mit Hubschrauber und einem größeren Polizeiaufgebot nach dem noch unbekannten Schützen. Auch das Spezialeinsatzkommandos (SEK) Frankfurt war nach WELT-Informationen am frühen Morgen im Einsatz. Laut dem Radiosender hr-Info sind mehrere Straßen gesperrt. Der Verkehr werde umgeleitet. Nach ersten Erkenntnissen soll eine bewaffnete Person gegen 3.45 Uhr das Bistro betreten und auf die zwei Menschen geschossen haben. Beide seien noch am Tatort ihren Verletzungen erlegen, teilte die Polizei mit. Der Täter ist auf der Flucht, nach ihm wird gefahndet. Weitere Details sind nicht bekannt. Die Ermittler wollen möglicherweise im Laufe des Tages weitere Angaben machen. Am Morgen lagen die Leichen der Opfer noch im Lokal Ermittler in weißen Schutzanzügen und mit Masken sicherten Spuren und machten Fotos vom Tatort. Das Lokal im Erdgeschoss des zweigeschossigen Hauses in der rund 17.000 Einwohner zählenden Stadt war mit roten Flatterbändern weiträumig abgesperrt. Auf die Frage, wie der Täter möglicherweise im Zusammenhang mit dem Bistro steht, sagte ein Polizeisprecher: „Das müssen die weiteren Ermittlungen zeigen.“ Die Hintergründe und Motive für das tödliche Gewaltverbrechen sind nach Angaben eines Polizeisprechers noch völlig unklar. Auch über die Opfer ist bislang nichts bekannt. Ihre Leichen lagen am Morgen noch in dem Lokal. Bereits im Frühsommer 2024 hatte es im nahegelegenen Rüsselsheim (verlinkt auf https://www.welt.de/regionales/hessen/article251148522/Mann-lebensgefaehrlich-verletzt-Suche-nach-Taeter-laeuft.html) vor einem Café einen Schusswaffenangriff gegeben: Ein damals 41-jähriger Albaner schoss auf einen 45-Jährigen und tötete ihn, Hintergrund waren laut Staatsanwaltschaft Drogengeschäfte. Wie WELT aus dem aktuellen Ermittlerkreis erfuhr, wird auch im Fall von Raunheim ein mögliches Motiv aus dem Bereich der organisierten Kriminalität geprüft. Ob ein ähnliches Motiv wie im Fall von 2024 vorliegt, wird derzeit nicht ausgeschlossen. Hinweis: Wir aktualisieren den Text, sobald es weitere Informationen gibt.