Welt 24.04.2026
01:17 Uhr

Trump begrüßt mögliche Teilnahme Putins am G-20-Gipfel


Vor dem G-20-Gipfel in Miami wächst die Sorge vor einem diplomatischen Eklat. Laut einem Bericht zieht Donald Trump eine Einladung Wladimir Putins in Betracht – und verschärft damit den Konflikt mit westlichen Verbündeten weiter.

Trump begrüßt mögliche Teilnahme Putins am G-20-Gipfel

US-Präsident Donald Trump erwägt einem Zeitungsbericht zufolge, den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum G-20-Gipfel im Dezember in Miami einzuladen. Das berichtete die „ Washington Post (verlinkt auf https://www.washingtonpost.com/national-security/2026/04/23/trump-putin-g20/) “ am Donnerstag unter Berufung auf US-Regierungsvertreter. Das Weiße Haus und das US-Außenministerium reagierten zunächst nicht auf eine Anfrage zu einer Stellungnahme. „Wenn er käme, wäre es wahrscheinlich ziemlich hilfreich“, sagte Trump auf eine entsprechende Reporterfrage. Er habe den Ausschluss Russlands aus der G 8 immer für eine unkluge Idee gehalten, sagte er. „Ich bin der Meinung, dass man mit jedem reden sollte.“ Viele westliche Länder dürften eine Einladung Putins äußerst kritisch sehen ‌angesichts des seit Jahren andauernden russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Trump steht Putin allerdings nicht so skeptisch gegenüber. Der US-Präsident hatte sich in der Vergangenheit eher ungehalten über den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj geäußert (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/ausland/article255562772/Donald-Trump-Ploetzlich-weiss-der-US-Praesident-nichts-mehr-von-seinem-Diktator-Satz-ueber-Selenskyj.html) . Trump hat bereits an ‌anderer Stelle für Verstimmung im Vorfeld des Gipfels gesorgt, indem er angekündigt hat, den südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa nicht einzuladen. Das hatte etwa bei Brasilien scharfe Kritik ausgelöst. Trump hat seine Haltung ‌damit begründet, dass es ‌Rassismus gegen Weiße in Südafrika gebe. Ramaphosa hat das zurückgewiesen. Südafrika ist Mitglied ‌bei den G20, ebenso wie Russland. Zuletzt hatten sich Trump und Putin im August 2025 in Alaska getroffen, um über den Ukraine-Krieg zu beraten. Nennenswerte Fortschritte brachte das Gipfeltreffen jedoch nicht: Beide Seiten gingen auseinander, ohne konkrete Vereinbarungen getroffen zu haben.