Welt 31.05.2026
09:57 Uhr

„Wolfgang weiß, dass es 60:40 steht“ – Strack-Zimmermann droht mit Beobachtung


Bei der FDP sind die Spannungen nach der Wahl des neuen Parteichefs nicht verschwunden. Marie-Agnes Strack-Zimmermann macht deutlich, dass Wolfgang Kubicki nun Rücksicht auf unterschiedliche Strömungen in der Partei nehmen muss. Der wiederum warnt vor einer Spaltung durch seine Konkurrentin.

„Wolfgang weiß, dass es 60:40 steht“ – Strack-Zimmermann droht mit Beobachtung

Nach ihrer Niederlage in einer Kampfabstimmung um den Parteivorsitz hat die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann den neuen Liberalen-Chef Wolfgang Kubicki vor politischen Alleingängen gewarnt. „Wolfgang weiß jetzt, dass es 60 zu 40 steht“, sagte Strack-Zimmermann „Bild“ (verlinkt auf https://www.bild.de/politik/inland/nach-fdp-kampfkandidatur-versoehnung-noe-6a1bcf1bbf5b78f90d009ab7) mit Blick auf das Abstimmungsergebnis bei der Wahl (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a1aee3e411d40cd4c74cb8a/neuer-fdp-chef-kubicki-gewinnt-gegen-strack-zimmermann-afd-streit-praegt-parteitag.html) . „Er muss jetzt verbinden.“ Sie fügte hinzu: „Wir werden ganz genau schauen, wohin die Partei geht.“ Der bisherige Parteivize Kubicki hatte sich am Samstag in Berlin mit knapp 60 Prozent der Delegierten-Stimmen gegen die Verteidigungsexpertin Strack-Zimmermann durchgesetzt. Diese hatte ihre Kandidatur erst am selben Tag erklärt und kam dann auf gut 39 Prozent. Strack-Zimmermann betonte in der „Bild“ zu ihrem Vorgehen, die FDP habe das Recht gehabt, zwischen zwei Kandidaten zu wählen. Mit Blick auf ihr Verhältnis zu Kubicki sagte sie, dass sie „prinzipiell gut“ mit ihm zusammenarbeite. Beide seien aber „keine Umarmer“, womit die FDP-Politikerin laut „Bild“ die zurückhaltende Gratulation zum Wahlsieg erklärte. Kubicki warnt wiederum Strack-Zimmermann Der neu gewählte Parteichef Wolfgang Kubicki warnte derweil seine unterlegene Konkurrentin davor, die FDP mit ständiger Kritik an der neuen Führung zu spalten und die Erfolgschancen zu minimieren. „Marie-Agnes, Du hast nur 40 Prozent – und jetzt weißt Du, wo der Hammer hängt“, sagte Kubicki der „ Bild (verlinkt auf https://www.bild.de/politik/inland/nach-fdp-kampfkandidatur-versoehnung-noe-6a1bcf1bbf5b78f90d009ab7) “. Wenn Strack-Zimmermann sich an dem Ergebnis der Kampfabstimmung „ergötzen will, dann bitteschön“, sagte Kubicki, fügte aber eine Warnung an seine Rivalin hinzu: „Wenn Du die FDP in die Bedeutungslosigkeit führen willst, dann mach genauso weiter.“ Kubicki betonte, er hätte am Parteiabend am Samstag gerne mit Strack-Zimmermann angestoßen. Er habe sie aber nicht gesehen. Die FDP schließt heute ihren Parteitag ab. Im Mittelpunkt stehen inhaltliche Beratungen über einen Leitantrag mit Maßnahmen zur Belebung der Wirtschaft.