Welt 05.09.2026
10:41 Uhr

Zehn Tage in 225 Meter langem Tunnel verschüttet – Retter in Nepal bergen weiteren Überlebenden


Nach der Flutkatastrophe in Nepal sollen immer noch mindestens 500 Arbeiter in den Tunneln eines Wasserwerkes eingeschlossen sein. Nun konnte erneut ein Mann gerettet werden.

Zehn Tage in 225 Meter langem Tunnel verschüttet – Retter in Nepal bergen weiteren Überlebenden

Bei den Rettungsarbeiten nach der schweren Flutkatastrophe in Nepal ist ein weiterer Arbeiter lebend aus einem Wasserkraft-Tunnel gerettet worden. Wie das Büro des nepalesischen Premierministers am Samstag mitteilte, wurde ein chinesischer Staatsbürger aus einem Tunnel des Trishuli-Wasserkraftprojekts geborgen. Damit steigt die Zahl der lebend geretteten Arbeiter auf drei. Bereits am Freitag hatten Einsatzkräfte zwei nepalesische Arbeiter aus einem Tunnel des Wasserkraftwerks Trishuli 3A befreit. Nach Angaben der nepalesischen Armee wurde der Mann von einem gemeinsamen Rettungsteam aus nepalesischen Soldaten und südkoreanischen Katastrophenschutzexperten aus einem 225 Meter langen Tunnel gerettet. Anschließend wurde er medizinisch untersucht. Auf Bildern der Armee war zu sehen, wie der Gerettete per Hubschrauber ausgeflogen wurde, während ein Militärsanitäter seinen Gesundheitszustand überprüfte. Ein vom chinesischen Staatssender CCTV veröffentlichtes Foto zeigte zwei Rettungskräfte, die den Mann aus dem Tunnel trugen. Die Behörden gehen davon aus, dass in Nepal weiterhin rund 900 Arbeiter an zwölf Wasserkraftprojekten vermisst werden. Etwa 500 von ihnen sollen in verschiedenen Tunneln eingeschlossen sein. Die verheerenden Überschwemmungen vom 26. August waren nach Einschätzung der Behörden vermutlich durch den Einsturz eines Gletschers ausgelöst worden. Nach Angaben der nepalesischen Katastrophenschutzbehörde kamen dabei mindestens 1300 Menschen ums Leben. Mehr als 5000 weitere werden noch vermisst.