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14.03.2026
16:36 Uhr
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Der Vampirfilm "Blood and Sinners" ist für 16 Oscars nominiert, das gab es noch nie. Warum er nicht gewinnen sollte.

Frage an die Kinogänger-Community: Wenn ein Film für mehr als 600 Auszeichnungen nominiert ist, darunter 16-mal für den Oscar, wenn er auf Rotten Tomatoes eine Traumbewertung von 97 Prozent positiver Besprechungen bekommt und selbst der New Yorker ihn für den besten Film mindestens des vergangenen Jahres hält – kann man ihn dann richtig mies finden, ohne sich anhören zu müssen, ein cineastischer Banause, Spielverderber oder notorischer Haar-in-der-Suppe-Finder zu sein? Wahrscheinlich nicht. Dennoch muss man, bevor Drehbuchautor und Regisseur Ryan Coogler am Montag bei der 98. Verleihung der Academy Awards möglicherweise schubkarrenweise Trophäen wegträgt, einmal festhalten: Es gibt durchaus gute Gründe, sein Horror-, Südstaaten-, Gangster-, Blues-Musik-Epos Blood & Sinners für maßlos überschätzt zu halten.