Zeit 19.03.2026
20:14 Uhr

(+) Bluttest auf Trisomien: Ein Gentest in der Schwangerschaft? Plötzlich normal


Schon früh testen, ob das Kind eine Trisomie hat: Das macht wohl jede zweite Schwangere. Experten sehen darin ein Problem – und Politiker fordern strengere Kontrollen.

(+) Bluttest auf Trisomien: Ein Gentest in der Schwangerschaft? Plötzlich normal
"Alles ist gut, unser Baby ist gesund!", sagt die junge Frau im Instagram-Reel. Mit Tränen in den Augen zeigt sie auf das Testergebnis auf ihrem Handy: "Wir haben einen Gentest gemacht." Gewissheit über die Gesundheit ihres ungeborenen Kindes zu haben: Das erhoffen sich viele Eltern inzwischen von nicht-invasiven Pränataltests, abgekürzt NIPT. Etwa ab der 10. Schwangerschaftswoche schwimmt im Blut der Schwangeren so viel kindliche DNA, dass das Erbgut im Labor untersucht werden kann. Dort wird nach drei Chromosomenstörungen gesucht, die mit zunehmendem Alter der Mutter wahrscheinlicher werden: Die häufigste davon ist die Trisomie 21. Außerdem wird auf die deutlich selteneren Trisomien 13 und 18 getestet, die für viele Kinder mit einer Lebenserwartung von nur wenigen Stunden bis Tagen einhergehen. Also auf wenige, aber schwerwiegende Veränderungen im Erbgut.