Zeit 29.09.2026
20:49 Uhr

(+) Ebola-Ausbruch im Ostkongo: Der Fluss und der Tod


Uganda versucht, sich vor dem Ebola-Ausbruch im Nachbarland Kongo zu schützen. Noch hält die geschlossene Grenze das Virus fern. Aber das Leid trifft die Menschen doch.

(+) Ebola-Ausbruch im Ostkongo: Der Fluss und der Tod
Fünf Gräber liegen auf dem Gelände der Klinik von Bundibugyo, ein rostiger Zaun trennt sie von einem Parkplatz. Die Sonne hier im Westen von Uganda hat die Namen der Toten fast ausgeblichen, doch Isaac Kiiza erinnert sich an jeden von ihnen. Er tritt an eines der Gräber. »Das war unser Arzt, Dr. Jonah«, sagt er leise. Er geht weiter, auf dem Grabstein steht Rose Bulimpikya. »Wir nannten sie immer nur Razia.« Beinahe wäre Kiiza, ein 60-jähriger Krankenpfleger, mit ihnen gestorben. Er war der Erste des medizinischen Teams, der sich mit jenem Virus infizierte, das damals noch keinen Namen hatte. Drei Wochen lang kämpfte er gegen den Tod. Heute trägt die Krankheit, die seine Kolleginnen und Freunde tötete, den Namen seiner Heimat: Bundibugyo-Ebola.