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11.03.2026
15:30 Uhr
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Wenn junge Menschen längere Zeit in ein fernes Land ziehen, lernen sie dabei unter anderem, was man an der Heimat wirklich schätzen kann: Seife und Süßkram etwa.

Wenn man ein Kind hat, das sich in den Kopf gesetzt hat, ein freiwilliges soziales Jahr auf der anderen Seite des Planeten zu verbringen, hat man mit einigen Einschränkungen zu tun. Also beide Seiten. Greta weilt in Bolivien. Dort gibt es zwar ein hervorragendes Handynetz. Aber keine zuverlässig funktionierende internationale Paketzustellung. Wobei ich mich manchmal frage, ob wir eigentlich noch eine funktionierende Zustellung in Deutschland haben. In Bolivien gibt es allerdings offenbar gar nicht erst den Anspruch, dass ein Paket aus dem Ausland irgendwo ankommt. Es geht mit hoher Sicherheit verloren. Wenn man seinem Kind also etwas zukommen lassen möchte, muss man jemandem, der nach Bolivien reist, etwas mitgeben. Allerdings ist das eine Arbeit mit der Briefwaage. Denn die Menschen reisen unter Auslastung ihres Gepäcklimits. Und wenn einem jemand 500 Gramm Zugabe zuspricht, ist das schon eine große Sache.