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27.09.2026
17:03 Uhr
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Vulvaerkrankungen sind weitverbreitet, aber kaum bekannt, selbst unter Frauenärztinnen. Warum das so ist und was zwei Betroffenen in ihrem Leid geholfen hat.

Es sollte der schönste Tag ihres Lebens sein. Denn Mira Krause* heiratet: Sie tanzt, feiert – und sie schafft es, das Brennen zwischen ihren Beinen auszublenden, das sie seit vier Monaten erträgt. Krause hat Vulvodynie, so werden chronische Schmerzen der Vulva genannt, also der äußeren, weiblichen Geschlechtsteile, die mindestens drei Monate anhalten und bei der sich keine organische Ursache feststellen lässt. Während es tagsüber nur ein wenig brennt, kommen die Beschwerden in der Hochzeitsnacht mit voller Wucht zurück. Krauses Vulva fühlt sich jetzt wie eine Wunde an, geschwollen und gereizt. Berührungen sind unvorstellbar. Sex ist unmöglich. Ihr Mann kennt die Symptome, er zeigt Verständnis. Sie befürchtet trotzdem, dass er traurig und vielleicht auch ein bisschen enttäuscht ist.