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04.10.2026
18:33 Uhr
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Der Parteitag der britischen Grünen zeigt, wie weit die Radikalisierung des linken Lagers vorangeschritten ist. Dafür gibt es leider auch nachvollziehbare Gründe.

Es wäre etwas einfach, die britischen Grünen nur als das abzutun, was sie ohne Zweifel auch sind: eine intersektional verstörte Partei. Alle Formen vermeintlich »progressiver« Verirrung laufen in ihr zusammen. Ihr Parteitag an diesem Wochenende in einem brutalistischen Betonbau am Strand von Brighton ist insoweit ein beinah karikaturhafter Schaukasten. Zionismus sei Rassismus, Israel ein Apartheidsstaat und der Krieg in Gaza ein Genozid, erklären ältere weiße Herrschaften mit Pali-Stickern und Kufiyas an einem Stand im Foyer des Veranstaltungszentrums. Es gebe mehr als nur zwei biologische Geschlechter, insistieren gleich nebenan Aktivisten mit Haaren in Textmarkerfarben. Jede Form von Ungleichbehandlung sei Diskriminierung, insinuiert der schwarze Awareness-Trainer beim Antirassismus-Seminar, das Teil des Parteitagsprogramms ist. Und der Ökosozialismus rette Mensch und Umwelt, doziert ein hagerer, revolutionärer Buchhändler an seinem Verkaufsstand. Sämtliche angesagten wie grundlegend falschen Annahmen der radikalen Linken strömen hier in eins. Und alle ihrer Vertreter zusammen feiern ein gewaltiges Erfolgsjahr.