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27.09.2026
10:54 Uhr
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Was passiert in der Straße von Hormus? Unterwegs an der iranischen Küste, wo Raketen einschlagen, Fabriken stillstehen und auch Schmuggler sich fragen, wie es weitergeht

Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 39/2026. Unmöglich zu sagen, wo das Meer aufhört und wo der Himmel beginnt; es ist heiß, feucht und diesig. Eine Frau in der bunten Tracht der Gegend geht über den Strand ins Wasser, lässt sich hineinsinken und auf dem Rücken treiben. Die See ist glatt. In der Ferne liegen Schiffe über Schiffe vor Anker. Wir sind an der iranischen Küste der Straße von Hormus, nahe der Stadt Bandar Abbas. Für uns, die Teheraner, war dieser Landstrich immer eine abgeschlagene Provinz. In diesem Jahr, im Krieg, war auch die Flugverbindung hierher gekappt. Erst seit Kurzem gehen wieder Flüge, und wir, eine Journalistin und ein Fotograf aus Teheran, haben einen der ersten genommen. In Bandar Abbas aus dem Flugzeug zu steigen, sei, wie den Deckel von einem Topf mit kochendem Wasser zu heben, hat eine Frau uns gesagt. Sie meinte die Hitze und die Luftfeuchtigkeit, die einem entgegenschlagen. Sie hat recht behalten.