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27.09.2026
12:47 Uhr
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Mit seinem Treffen mit Sergej Lawrow hat Außenminister Wadephul einiges riskiert. Es war trotzdem ein kluger Schachzug – in mehrfacher Hinsicht.

Wer aus diesem diplomatischen Kampf als Sieger hervorgehen wird, ist alles andere als klar. Aber eines lässt sich nach dem überraschenden Treffen des deutschen und des russischen Außenministers in New York festhalten: Die politische Auseinandersetzung um die Ukraine hat eine neue Stufe erreicht. Und das liegt an der waghalsigen Aktion von Johann Wadephul, der durch sein Meeting mit Sergej Lawrow – spieltheoretisch gesprochen – den deutschen Einsatz radikal erhöht hat. Warum geht er so ins Risiko? Die erste Reaktion Lawrows nach dem Treffen am Rande der UN-Vollversammlung wies die typische Mischung aus Zynismus und Arroganz auf, für die der Mann mit dem Haifischlächeln berüchtigt ist: Wadephul habe nur bekannte Positionen vorgetragen. Er hätte ihn auch anrufen können. Offenbar glaube der Deutsche, wenn er ihm die Gnade eines Treffens erweise, müsse Russland nun Zugeständnisse »an der ukrainischen Front« und beim Transport von Getreide und Dünger durch das Schwarze Meer machen.