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02.10.2026
17:32 Uhr
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In Kubas bislang schwerster Krise packen junge Menschen ihre Koffer. Warum ein Gitarrist mit dem Abschied ringt – und wie ein DJ für Wandel kämpft.

Adrian war der Letzte, von dem seine Freunde dachten, er würde Kuba verlassen. Sie alle ahnten, dass es schlimmer würde. Sie verfluchten das Regime. Beklagten, wie teuer alles sei, dass sie keine Jobs hätten. Eine Freundin war längst nach Miami gegangen, ein Kumpel nach Mexiko. Nur Adrian, so schien es, hielt an Kuba fest: an der Musik, an seiner Mutter und einer Zukunft, an die er unbeirrt glaubte. In Havanna steht Adrians Haustür weit offen, doch das vermag die Hitze nicht zu lindern. Nutzlos ruht der Ventilator in einer Ecke. Wie so oft dieser Tage ist der Strom ausgefallen. Der 24-jährige Musiker läuft in sein Zimmer, an dessen Wänden Schwarz-Weiß-Fotografien berühmter Gitarristen hängen, und da sind auch Polaroids und Liebesbriefe seiner Ex-Freundin.