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21.03.2026
18:34 Uhr
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Der Schauspieler Max Simonischek pendelt zwischen den Sprachen. Ein Gespräch über den Charme des Tirolerischen und die Lust, sich anzupassen

DIE ZEIT: Herr Simonischek, Sie haben quasi schon im gesamten deutschsprachigen Raum gelebt, in Hamburg, Zürich, Tirol, jetzt Wien. Was ist die schönste Begrüßungsformel? Max Simonischek: Moin. Das hat meine Kindheit und meine Jugend geprägt, es ist schlicht, freundlich, distanziert, zurückhaltend. Es sorgt nur hier in Wien für Irritationen, weil Österreicher es nicht auf Anhieb dechiffrieren können. ZEIT: Wie stehen Sie zum "Moin, Moin"? Simonischek: Hab ich nie benutzt. Das ist mir schon zu ausführlich. ZEIT: Ihr Vater Peter Simonischek ist Österreicher, Ihre Mutter Charlotte Schwab stammt aus Basel, Sie wuchsen in Zürich und Hamburg auf. Was ist eigentlich Ihre Muttersprache?