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03.06.2026
05:46 Uhr
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Paare sollten schon vor Ehe und Kindern zur präventiven Therapie, sagt Psychologin Friederike von Tiedemann. Denn man kann die Liebe mehr beeinflussen, als viele glauben.

Viele Paare suchen sich erst Hilfe, wenn Streit zur Gewohnheit geworden ist und der andere nur noch nervt. Friederike von Tiedemann, 64, arbeitet seit 30 Jahren als Paartherapeutin. Hier erzählt sie, weshalb präventive Paartherapie für viele Beziehungen sinnvoll sein kann und welche Haltungen ihrer eigenen Ehe helfen. DIE ZEIT: Frau von Tiedemann, was wissen Sie heute über Beziehungen, was Sie früher nicht wussten? Friederike von Tiedemann: Am Anfang schloss ich zu sehr von meinen Erfahrungen auf andere. Ich dachte, alle Beziehungen basieren auf Liebe. Wenn das Feuer erloschen sei, muss man es nur wieder entfachen. Manche Paare kommen allerdings aus ganz pragmatischen Gründen zusammen. Wegen des sozialen Drucks, in einer Beziehung zu leben. Dann wählt man nicht bewusst, sondern nimmt jemanden, der auch allein ist und die gleichen Freunde hat, mit einem arbeitet, auch gern ins Museum geht. Was ich noch gelernt habe: Nicht alle Menschen sind partnerschaftstauglich.