Zeit 01.06.2026
15:43 Uhr

(+) Referendariat für Lehrer: »Das Ref hat mich fast gebrochen«


Bis zu 70-Stunden-Wochen und eine Bezahlung unter Mindestlohn: Das Referendariat vergrault junge Lehrkräfte. Dabei werden sie dringend gebraucht.

(+) Referendariat für Lehrer: »Das Ref hat mich fast gebrochen«
An deutschen Schulen fehlen bis 2035 fast 50.000 Lehrer:innen: Die Babyboomer gehen in Rente, die Zahl der Schüler:innen steigt durch geburtenstarke Jahrgänge. Wenn man sich die Zahl der Lehramtsstudierenden anschaut, dürfte das eigentlich kein Problem sein: Jedes Jahr schreiben sich etwa 50.000 Menschen für Lehramt ein. Doch auf dem Weg in den Job scheint etwas schiefzugehen. Nur etwa 28.000 beenden auch ihr Referendariat. Hier erzählen zwei angehende Lehrerinnen, die auf diesem Weg unterschiedliche Entscheidungen getroffen haben. Eni*, 27, hat im Herbst 2024 ihr Referendariat an einem Gymnasium in Nordrhein-Westfalen begonnen. Sie sagt, die Zeit habe sie fast gebrochen. Trotzdem hat sie durchgezogen und sucht gerade einen Job. Lea F., 27, hat im August 2025 ihr Referendariat an einer Gesamtschule in Mecklenburg-Vorpommern begonnen. Nach sieben Monaten war sie so krank, dass sie abbrechen musste. Warum haben sie sich so entschieden?