Zeit 24.05.2026
18:48 Uhr

(+) Safran: Teures Fädchen


Safran gehört zu den teuersten Gewürzen. Der Großteil stammt aus dem Iran – und wird nun knapp. Darunter leidet auch der Hamburger Gewürzhändler Christoph Hantke

(+) Safran: Teures Fädchen
Jeden Oktober öffnen sich im Nordosten des Irans die Blüten des Crocus sativus. Die weiten Felder auf der Hochebene nahe der Grenze zu Afghanistan und Turkmenistan sind dann violett gesprenkelt. »Das sieht unglaublich schön aus«, schwärmt Christoph Hantke. Der 55-Jährige handelt in Hamburg mit Gewürzen, er hat die Krokusernte selbst erlebt. Denn die Pflanzen liefern eines der teuersten Gewürze der Welt: Safran. Der hohe Preis entsteht durch viel Handarbeit und begrenzte Erntemengen: Die lila Blüten öffnen sich nur für wenige Tage, genau dann müssen sie gepflückt werden. »Es ist nicht möglich, das maschinell zu machen«, erklärt Hantke. Bevor die Blüten verwelken, zupfen Erntehelfer die dunkelroten Fäden, die sogenannten Narbenschenkel, mit der Hand heraus. Aus diesen wenigen Fäden wird das Gewürz gewonnen. Das sei mühsam, sagt Hantke. Für ein Kilo sind mehr als 80.000 Blüten nötig.