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23.05.2026
15:57 Uhr
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Mehr als 30 Autoren wollen wegen eines Buchs von Julian-Reichelt nicht mehr im Westend Verlag publizieren. Jetzt erst? Denn nach rechts schwenkt der Verlag schon lange.

Es ist ein Exodus mit Ansage: Am Mittwoch verkündeten 32 Autoren in einem offenen Brief, in Zukunft keine Bücher mehr im Westend Verlag publizieren zu wollen. Darunter sind prominente Stimmen wie der Linkenpolitiker Gregor Gysi, die taz-Journalistin Ulrike Herrmann, die ehemalige SPD-Politikerin Andrea Ypsilanti und der Armutsforscher Christoph Butterwegge. Der Verlag, der mal als Plattform für linke Gesellschaftskritik galt, sei mit einer »Neuausrichtung« des Programms weit nach rechts gerückt, kritisieren die Autoren. Ausschlaggebend für ihre Abkehr sei die Veröffentlichung des Bandes Links – Deutsch / Deutsch – Links, herausgegeben von Julian Reichelt und seiner Nius-Kollegin Pauline Voss. Der Band stelle »Führungspersonen eines Portals« eine Plattform zur Verfügung, das »Tag für Tag große Teile des demokratischen Spektrums verunglimpft«. Zudem enthalte das Buch Texte von Autorinnen und Autoren, deren Positionen der AfD nahestünden. Damit habe der Verlag »das Spektrum« seiner Veröffentlichungen »bis hin zur extremen Rechten erweitert«.