Zeit 18.03.2026
08:34 Uhr

(+) Wettbewerb unter Kindern: Wenn jeder Tag zum Wettkampf wird


Es ist normal, dass ein Kind mal der oder die Beste sein will. Doch ein falsch verstandener Wettkampfsgeist kann schädlich sein. Zum Glück haben Eltern das in der Hand.

(+) Wettbewerb unter Kindern: Wenn jeder Tag zum Wettkampf wird
Ich und mein Sohn haben ein Problem. Ihm ist Wettbewerb wichtig, mir nicht. Ich verfalle selbst beim Mensch-ärgere-dich-nicht-Spielen schnell in Gleichgültigkeit. Mein Sohn aber kämpft bis zuletzt, als würde auf dem Spielfeld nicht eine kleine Figur vom Brett geworfen, sondern er selbst mit Haut und Haaren. Ich finde es wichtig, dass man etwas gemeinsam macht und betone die Teamleistung. Aber mein Sohn will wissen: Wer war der beste? Wer hat bei den Matheaufgaben die meisten Punkte? Wer schießt beim Fußballspiel in der großen Pause die meisten Tore? Wer ist schneller beim Wettrennen? Das sind für den Siebenjährigen die großen Fragen des Lebens. Manchmal nervt es mich, von jemandem umsprungen zu werden, der sich zu wirklich jeder Gelegenheit messen will. Und manchmal sorge ich mich. Bedeutet das nicht großen Stress für ein Kind? Und wie soll ich mich dazu verhalten? Soll ich ihn anfeuern wie ein durchgeknallter Fußballvater am Spielfeldrand? Oder ihm öfter erklären, dass er sich nicht beweisen muss, weil seine Eltern ihn lieben, wie er ist?