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01.06.2026
11:00 Uhr
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In Baden-Württemberg wird das Rauchverbot ausgeweitet: Das Rauchen ist an vielen Orten im Freien verboten – auch in Freibädern, in Zoos und an Bushaltestellen.

Raucher und Raucherinnen müssen sich in Baden-Württemberg ab sofort an strengere Regeln halten. Das neue Nichtraucherschutzgesetz sieht zusätzliche Rauchverbote an Orten vor, an denen viele Kinder und Jugendliche unterwegs sind. Dazu zählen Schulhöfe, Spielplätze, Bus- und Straßenbahnhaltestellen, Freibäder, Zoos oder Freizeitparks. Auch E-Zigaretten, Vapes und Shishas fallen unter die neuen Regeln für Raucher, weil beim Verbrennen oder Erhitzen gesundheitsschädliche Stoffe entstehen. Ziel der Neuregelung ist es, den Gesundheitsschutz weiter zu stärken , um »insbesondere Kinder, Jugendliche und vulnerable Personen besser vor den Risiken des Passivrauchens zu schützen«, teilte das Sozialministerium mit. Die Betreiber der Bäder oder anderer Einrichtungen sind dafür verantwortlich, das Verbot durchzusetzen. »Verstöße gegen das Rauchverbot können durch die Ortspolizeibehörden künftig mit Bußgeldern von bis zu 200 Euro, im Wiederholungsfall von bis zu 500 Euro geahndet werden«, heißt es im Gesetzestext. In kleinen Raucherzonen darf weiter geraucht werden Das neue Gesetz sieht in bestimmten Bereichen von Zoos, Freizeitparks oder Bädern aber Ausnahmen vor: Die Betreiber können kleine Raucherzonen einrichten, wenn dadurch keine anderen Gäste gestört werden. Auch in der Gastronomie, in Diskotheken, Shishabars, Spielbanken und Spielhallen ist das Rauchen in gesonderten Rauchernebenräumen nach wie vor erlaubt. »Der Zutritt ist dort allerdings ausschließlich volljährigen Personen gestattet«, heißt es im Gesetz. Zudem müsse bereits am Eingang deutlich auf vorhandene Rauchernebenräume hingewiesen werden. Ausgenommen vom Rauchverbot sind auch Bier-, Wein- und Festzelte. Unter bestimmten Voraussetzungen bleiben zudem sogenannte Raucherkneipen mit weniger als 75 Quadratmetern Gastfläche weiterhin zulässig. Immer mehr Jugendliche rauchen Experten kritisieren die Ausnahmeregelungen. Ein Grund: Immer mehr Jugendliche rauchen . Eine repräsentative Umfrage des Bundesinstituts für öffentliche Gesundheit zeigt, dass 2025 jeder Zehnte (9,6 Prozent) der 12- bis 17-Jährigen Nikotinprodukte konsumiert. 2021 waren es noch 6,1 Prozent. Der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck (CDU) sieht den Trend mit Sorge. Durch das Rauchen und seine Folgen kamen in Deutschland im Jahr rund 130.000 Menschen zu Tode, das waren 360 Tote am Tag . »Nikotin ist deshalb kein Randthema in der Gesundheitspolitik.« Besonders kritisch sieht Streeck, dass sich Produkte wie Vapes an ein immer jüngeres Publikum richteten.