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30.05.2026
23:10 Uhr
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Paris Saint-Germain hat sich im Finale der Champions League gegen den FC Arsenal durchgesetzt. Die Pariser konnten damit ihren Titel vom letzten Jahr verteidigen.

Titelverteidiger Paris Saint-Germain hat nach Elfmeterschießen erneut die Champions League gewonnen. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden. Die Pariser setzten sich in einem engen Finale in Budapest gegen den FC Arsenal durch. Nach dem frühen Führungstreffer für Arsenal durch den deutschen Nationalstürmer Kai Havertz (5.) taten sich die Pariser lange schwer gegen Arsenals Defensive. Trotz mehr als 70 Prozent Ballbesitz hatte PSG keinen wirklich gefährlichen Abschluss in der ersten Halbzeit. »Ich finde, wir haben das Spiel sehr gut angefangen«, sagte Arsenals Kapitän Martin Ødegaard nach der Partie. »Wir haben das erste Tor geschossen, und danach haben wir sehr gut verteidigt. Klar, PSG hatte viel Ballbesitz, aber die haben nichts draus gemacht.« Es brauchte einen Elfmeter, damit Ousmane Dembélé (64.) für PSG ausgleichen konnte. In der Schlussphase der regulären Spielzeit wurde es dramatisch – mit mehreren Riesenchancen für PSG durch Khvicha Kvaratskhelia, Vitinha und Bradley Barcola. Doch bis zum Ende der Verlängerung fiel kein weiterer Treffer. Arsenal agierte in der Verlängerung zwar wieder offensiver, konnte das Spiel aber nicht für sich entscheiden. Das Elfmeterschießen ging schließlich mit 4:3 an die Franzosen. Nachdem zuvor schon Teamkollege Eberechi Eze seine Chance vergeben hatte, brachte der Fehlschuss von Arsenals Abwehrchef Gabriel Magalhães die Entscheidung zugunsten von PSG. Arsenals Mittelfeldspieler Declan Rice war den beiden Pechvögeln aber nicht böse. »Einen Elfmeter in einem Champions-League-Finale zu verschießen, ist nicht schön. Aber wir lieben sie«, sagte Rice. »Ohne die beiden hätten wir in dieser Saison die Premier League nicht gewonnen.« PSG-Trainer Luis Enrique war nach dem Spiel euphorisch. »Das ist der beste Moment der Saison. Wir sind immer noch Champions, zweimal in Folge, das ist unglaublich. Wir verdienen das«, sagte Enrique. »Dieses Jahr war anders, physischer, schwieriger«, sagte der PSG-Spieler João Neves nach dem Spiel, der auch im vergangenen Jahr den Titel bereits mit dem Club gewonnen hatte. »Wir waren europäische Champions, wir haben unseren Titel verteidigt. Wir haben Geschichte geschrieben mit PSG, wir sind alle überglücklich.« Sogar der französische Präsident Emmanuel Macron gratulierte. »Ein neuer Stern leuchtet über Paris«, schrieb Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei X. »Glückwunsch an PSG, das ganz Europa zum Träumen bringt. Frankreich ist stolz.« Torrekord für Paris in der Champions League Für Arsenal war es im 15. Saisonspiel der Königsklasse die erste Niederlage – wenige Tage nach ihrem Titelgewinn in der englischen Premier League. Für das Double reichte es damit nicht. Kai Havertz avancierte durch seinen früheren Treffer immerhin zum ersten deutschen Spieler, der in zwei Champions-League-Endspielen getroffen hat. Ein Grund zu feiern war dies für ihn an dem ansonsten bitteren Abend naturgemäß nicht. Der Treffer im Endspiel der Champions-League sei »natürlich ein Topgefühl« für Havertz gewesen. »Aber trotzdem bringt es mir jetzt nicht sehr viel, muss ich sagen«, sagte er nach der Partie. Beim Elfmeterschießen musste der Offensivspieler auf der Bank sitzen. »Mir fällt es immer schwer, zuzuschauen, anstatt selbst da zu stehen«, sagte der Arsenal-Spieler. »Aber trotzdem Respekt an jeden Einzelnen, der sich da so einen Ball nimmt. Es ist keine einfache Situation, ich weiß es selber. Deswegen kann da jeder stolz auf sich sein.« Paris stellte mit insgesamt 45 Treffern einen Rekord für die meisten Tore in einer Saison der Champions League ein. Die Bestmarke teilt sich das Starensemble mit dem FC Barcelona. Der Finalsieg brachte PSG die Uefa-Prämie in Höhe von 25 Millionen Euro ein. Zusammenstöße in Paris zwischen Polizei und Fans Während des Endspiels ist es in Paris zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Fans gekommen. Noch vor Ende des Finales kontrollierte die Polizei mehr als 2.000 Personen und belegte 89 mit Geldstrafen. Nach Angaben der Polizei wurden 45 Personen in Gewahrsam genommen, ein Beamter sei verletzt worden. Im Stadtzentrum wurden demnach Bushaltestellen und Lokale beschädigt, dazu sollen Wurfgeschosse auf Polizeibeamte geworfen worden sein. Diese habe mit dem Einsatz von Tränengas reagiert. In Frankreich waren angesichts des Finalspiels rund 22.000 Polizisten im Einsatz, 800 davon in Paris. Schon letztes Jahr kam es nach dem Sieg von Paris Saint-Germain zu Unruhen in der Hauptstadt.