Zeit 19.08.2026
01:49 Uhr

Ecuadorianische Diplomatin: Ivonne A-Baki bewirbt sich für Amt der UN-Generalsekretärin


Ivonne A-Baki war ecuadorianische Außenhandelsministerin und Botschafterin ihres Landes in den USA und Katar. Nun will sie auf UN-Generalsekretär António Guterres folgen.

Ecuadorianische Diplomatin: Ivonne A-Baki bewirbt sich für Amt der UN-Generalsekretärin
Die ecuadorianische Diplomatin Ivonne A-Baki hat ihre Bewerbung für das Amt der UN -Generalsekretärin angekündigt. Sie sei bereit, »zur Erneuerung des Grundversprechens der UN-Charta beizutragen: künftige Generationen vor der Geißel des Krieges zu bewahren«, teilte sie mit. Zuvor hatte der pazifische Inselstaat Tonga die 75-Jährige nominiert. A-Baki war unter anderem ecuadorianische Außenhandelsministerin sowie Botschafterin ihres Landes in den USA und in Katar. Sie spielte eine wichtige Rolle bei den Verhandlungen, die 1998 zum Friedensabkommen zwischen Ecuador und Peru führten. Damit wurde ein jahrzehntelanger Grenzkonflikt beendet, der zuletzt 1995 in einen Krieg gemündet war. Ihre Eltern stammen aus dem Libanon. A-Baki sagte, sie sei die »einzige Kandidatin, deren Herkunft Lateinamerika und den Nahen Osten verbindet«, sowie die einzige Bewerberin, die an der Vermittlung eines Friedensabkommens zwischen zwei souveränen UN-Mitgliedsstaaten mitgewirkt habe. Bekannt wurde sie zudem als Gesicht einer Initiative, deren Ziel es war, im Gegenzug für internationale Zahlungen auf die Ölförderung im ecuadorianischen Yasuní-Nationalpark zu verzichten. Fünf Kandidatinnen und drei Kandidaten Mit A-Baki bewerben sich nun insgesamt fünf Frauen und drei Männer um die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres . Dessen zweite Amtszeit endet am 31. Dezember. Zu den Kandidaten gehören die frühere chilenische Präsidentin Michelle Bachelet, der Chef der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA), Rafael Grossi, aus Argentinien, und die Costa-Ricanerin Rebeca Grynspan, die bei einer ersten Probeabstimmung im Sicherheitsrat im Juli vorne lag. Für eine Nominierung sind mindestens neun der 15 Stimmen im Sicherheitsrat nötig. Keine der fünf Vetomächte darf Einspruch erheben. Anschließend entscheidet die UN-Vollversammlung formal über die Ernennung. Die Amtsübernahme ist für den 1. Januar 2027 vorgesehen.