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02.06.2026
19:09 Uhr
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Nach der Wahl von Wolfgang Kubicki zum Parteichef legt die FDP in einer Umfrage zu. Die AfD liegt auf Platz eins, die Union fällt weiter zurück.

Die FDP hat in der ersten nach der Wahl von Wolfgang Kubicki zum neuen Parteichef veröffentlichten Umfrage erstmals seit Langem wieder fünf Prozent erreicht. Forsa sieht die Liberalen im Trendbarometer für RTL und ntv erstmals seit Februar 2025 wieder im Parlament, würde am Sonntag ein neuer Bundestag gewählt. Dagegen rutschen die Unionsparteien gegenüber der Vorwoche um einen Punkt ab, auf nun 21 Prozent. Die AfD bleibt mit 27 Prozent stärkste Kraft. Befragt wurden insgesamt 2.502 Wahlberechtigte, und zwar zwischen dem 26. Mai und 1. Juni – also sowohl vor als auch nach dem FDP-Bundesparteitag, auf dem die Liberalen Kubicki zum neuen Vorsitzenden wählten. Dieser schrieb auf X zu der Umfrage dennoch von einem »FDP-Effekt«. Die anderen Parteien erreichten jeweils die Werte der Vorwoche. Die SPD erreichte 12 Prozent, die Linke 11 Prozent und die Grünen 15 Prozent. Die schwarz-rote Koalition bleibt damit weit von einer Mehrheit entfernt. Rechnerisch möglich wäre ein Bündnis aus CDU/CSU, Grünen und SPD. Eine Zusammenarbeit mit der AfD haben die übrigen Parteien ausgeschlossen, die Union zudem eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei. Weiter geringe Zustimmung zu Kanzler und Koalition Die Zufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bleibt laut der Umfrage mit lediglich 13 Prozent Zustimmung und auf einem Tiefpunkt. 85 Prozent der Befragten äußerten sich unzufrieden. Auch das Vertrauen in die Kompetenz der Regierungsparteien bleibt sehr gering. CDU und CSU halten noch 12 Prozent für kompetent, die SPD nur 5 Prozent. Damit bleiben die beiden Parteien auf dem Tiefpunkt von vergangener Woche. Das Ranking der wichtigsten Politikerinnen und Politiker führt Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) an, gefolgt von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und dem neuen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Cem Özdemir (Grüne). Schlusslichter sind Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), AfD-Chef Tino Chrupalla und auf dem letzten Platz Unions-Fraktionschef Jens Spahn (CDU).