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28.09.2026
06:30 Uhr
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Chinesische Spione könnten deutsche Forschungseinrichtungen ausspionieren, warnt der Verfassungsschutz. Es gebe dort ein mangelndes Risikobewusstsein.

Der Verfassungsschutz warnt vor chinesischen Spionageaktivitäten bei der Zusammenarbeit deutscher Forschungseinrichtungen mit chinesischen Hochschulen . China baue seit Jahren ein »umfassendes System des Technologie- und Know-how-Transfers« auf, teilte das Bundesamt für Verfassungsschutz dem Handelsblatt mit. Ziel sei es, die politische, wirtschaftliche, technologische und militärische Vormachtstellung des Landes auszubauen. »Die Beschaffung von Technologie und Know-how kann hierbei auch durch wissenschaftliche Kooperationen mit Universitäten und (Spitzen-)Forschungseinrichtungen in Deutschland erfolgen«, schrieb die Behörde. Verfassungsschutz sieht »mangelndes Risikobewusstsein« in den Forschungseinrichtungen Der Inlandsnachrichtendienst sieht die Gefahr, dass chinesische Gastwissenschaftler für die »strategischen Ambitionen« der Regierung in Peking instrumentalisiert werden könnten. Besonders im Blick stünden neue Technologien wie Quantentechnologie, künstliche Intelligenz und Hyperschalltechnik sowie Bio- und Überwachungstechnologien. Viele dieser Forschungsfelder können sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden. Als mögliche Faktoren, die Spionage ermöglichen, nannte der Verfassungsschutz »rechtliche Grauzonen« und ein »mangelndes Risikobewusstsein« in den Forschungseinrichtungen. Auch die verfassungsrechtlich garantierte Wissenschaftsfreiheit könne vom chinesischen Staat ausgenutzt werden.