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29.05.2026
16:37 Uhr
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Frankreichs Außenminister hat wegen des umstrittenen Vorgehens Israels gegen Gaza-Aktivisten die Justiz eingeschaltet. Israel bestreitet die Gewaltvorwürfe.

Das französische Außenministerium hat wegen des umstrittenen Vorgehens Israels gegen Gaza-Aktivisten die Justiz eingeschaltet. Er habe den Vorfall der Staatsanwaltschaft gemeldet, sagte Außenminister Jean-Noël Barrot. Ein Bericht des französischen Generalkonsuls in der Türkei habe zuvor von sexueller Gewalt, Schlägen und Erniedrigung gegenüber französischen Aktivisten gesprochen. »Nun muss die Justiz entscheiden, ob sie Ermittlungen einleitet«, sagte Barrot. Israel bestreitet die Vorwürfe körperlicher und sexualisierter Gewalt. Israel hatte Mitte Mai eine aus mehr als 50 Booten bestehende Gaza-Hilfsflotte in internationalen Gewässern bei Zypern gestoppt. Rund 430 Aktivisten wollten die Seeblockade des Gazastreifens durchbrechen. Das israelische Außenministerium sprach von einer »PR-Aktion im Dienst der Hamas«. Ein Video zeigt gedemütigte Aktivisten Ein Video des israelischen Polizeiministers Itamar Ben-Gvir, das festgenommene Gaza-Aktivisten in demütigender Weise zeigt, hatte internationale Empörung ausgelöst. Zu sehen ist, wie der Minister mit einer Gruppe Anhängern zwischen gefesselten Aktivisten umhergeht und eine israelische Flagge schwenkt. Auch führende israelische Politiker verurteilten Ben-Gvirs Verhalten, Konsequenzen für den Minister folgten aber bislang nicht. Barrot betonte, dass es sich bei dem Vorgehen um strafrechtlich relevante Taten handeln könnte. Frankreich hatte aus Empörung über den Vorfall bereits den israelischen Botschafter einbestellt und ein Einreiseverbot gegen Polizeiminister Ben-Gvir verhängt . Das Auswärtige Amt bestätigte, dass Aktivisten aus Deutschland verletzt wurden . Israel beschuldigte wiederum eine deutsche Aktivistin, ihre Verletzungen vorgetäuscht zu haben. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.