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01.06.2026
18:08 Uhr
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Seit Tagen wird über einen möglichen Kanzlerwechsel spekuliert. Im Zentrum: NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst. Der dementiert die Gerüchte beim Treffen mit dem Kanzler.

Entgegen der Spekulationen über einen möglichen Wechsel im Bundeskanzleramt haben Friedrich Merz und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst bei einem Treffen nordrhein-westfälischer CDU-Politiker ihren Zusammenhalt demonstriert. Er sichere dem Bundeskanzler seine »volle Unterstützung« zu, sagte Wüst bei der Veranstaltung im Sauerland. »Solche Personalspekulationen sind nicht nur Quatsch, ich will auch ausdrücklich davor warnen.« Auch Merz war bemüht, ein gutes Verhältnis mit dem CDU-Landeschef zu vermitteln. Der Kanzler dankte der NRW-Landesregierung für ihre Arbeit in schwieriger Zeit. Zudem lobte er den Einfluss des CDU-Landesverbands in der Bundespolitik. Noch nie sei die NRW-CDU so stark gewesen wie aktuell unter Wüst, sagte Merz. Auf die Personaldebatte ging er in seiner Rede nicht ein. Wüst und Merz erhielten laut Teilnehmerkreisen lang anhaltenden Applaus. Die CDU-Tagung mit dem Zusammentreffen der beiden war bereits seit Monaten geplant gewesen. Schon vor dem Treffen hatten sie die Spekulationen zurückgewiesen : Aus dem Umfeld von Merz hieß es, die Idee eines Kanzlertauschs zeuge von einer »gefährlichen Lust an der Zündelei« und »bemerkenswerter Unkenntnis der Verfassung und der politischen Realität«. In der vergangenen Woche hatte es mehrere Medienberichte gegeben, nach denen innerhalb der CDU ein Kanzlerwechsel während der laufenden Legislaturperiode erwogen wird. Hintergrund sind zunehmende Unzufriedenheit mit der Regierung und historisch schlechte Beliebtheitswerte des Kanzlers. Wüst hingegen ist Umfragen zufolge einer der beliebtesten Unionspolitiker – er gilt derzeit als aussichtsreichster Nachfolgekandidat.