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30.05.2026
07:38 Uhr
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In Nordrhein-Westfalen und Teilen Niedersachsens hat ein heftiges Gewitter für hunderte Feuerwehreinsätze gesorgt. Der Regional- und Fernverkehr der Bahn war gestört.

Eine Unwetterfront mit Gewitter und kräftigem Regen hat in der Nacht für Chaos in Teilen von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gesorgt. Bäume stürzten um, Keller liefen voll, Straßen wurden überflutet. Hunderte Notrufeinsätze in Westfalen Allein aus Münster meldete die Feuerwehr in zwei Stunden mehr als 120 Einsätze. Dort liefen viele Keller voll, auf den Straßen lagen umgestürzte Bäume. Zwei Ruderer mussten aus der Werse gerettet werden. Ein Open-Air-Konzert wurde nach Angaben des WDR nahe der Halle Münsterland abgebrochen. In Witten blieb ein Autofahrer mit seinem Fahrzeug im Wasser stecken. Die Leitstelle für den Kreis Warendorf meldete Dutzende Notrufe. Im Kreis Soest waren nach Angaben der Feuerwehr rund 350 Einsatzkräfte unterwegs. In Lippstadt gab es 50 unwetterbedingten Einsätze. Die Bahnlinien von Soest nach Dortmund, Hamm und Lippstadt waren gesperrt. Regional- und Fernverkehr der Bahn gestört Auch in anderen Teilen von Nordrhein-Westfalen war der Regional- und Fernverkehr beeinträchtigt. Nach Angaben der Deutschen Bahn wurden einige Linien zeitweise gesperrt. So etwa in Münster, wo die Feuerwehr einen entwurzelten Baum aus einer Bahnoberleitung schneiden musste. Zwischen Hamm und Minden in Ostwestfalen wurde der Seite Zuginfo.NRW zufolge der Regionalverkehr eingestellt. Auch auf weiteren Strecken etwa zwischen Hagen und Gevelsberg, Lippstadt und Hofgeismar fuhren keine Züge mehr. Die Reparaturen an vom Unwetter beschädigten Oberleitungen sollten im Laufe des Vormittags beendet werden. Mehrere Fernzüge wurden nach Angaben der Bahn aus Sicherheitsgründen an Bahnhöfen gestoppt, sie setzten ihre Fahrt nach Durchzug der Gewitterfront fort. Betroffen waren die Fernverkehrsverbindungen Münster-Osnabrück-Bremen sowie von Osnabrück in die Niederlande und vom Ruhrgebiet nach Hannover. Starkregen und Hagel auch am Wochenende Auch am Samstag sind nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) von der Eifel über Hessen bis zum Bayerischen Wald im Südosten Gewitter mit Starkregen und Hagel möglich. Lokal könnten bis zu 30 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Südlich der nächtlichen Unwetterzone in NRW rechnen die Meteorologen mit Sonne, vereinzelt jedoch weiteren Hitzegewittern. Auch am Sonntag könne es in der Mitte und im Süden erneut Gewitter geben. Die Unwettergefahr nimmt dann laut DWD ebenfalls wieder zu. Die Meteorlogen sagen vereinzelt Starkregen mit bis zu 40 Litern pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit voraus. Zudem können Hagelkörner mit einem Durchmesser von drei Zentimetern fallen, dazu vereinzelt schwere Sturmböen.