Zeit 28.05.2026
16:48 Uhr

Großer Polizeieinsatz: Alarm auf Tempelhofer Feld - Suche nach bewaffneten Mann


Großer Polizeieinsatz: Alarm auf Tempelhofer Feld - Suche nach bewaffneten Mann
Ein Großaufgebot teils schwer bewaffneter Polizisten sucht das Tempelhofer Feld in Berlin ab. Nach Zeugenangaben soll dort ein Mensch mit einer Waffe oder einem »schusswaffenähnlichen Gegenstand« unterwegs sein. Es bestehe der »Verdacht einer Gefahrenlage«, teilte die Polizei auf der Onlineplattform X mit. Über dem weitläufigen Gelände des früheren Flughafens kreist ein Hubschrauber. Mehr als 100 Polizistinnen und Polizisten, darunter eine Spezialeinheit, sind nach Angaben eines Behördensprechers vor Ort. Die Vielzahl der Einsatzkräfte hänge vor allem mit der Größe des Tempelhofer Feldes zusammen, hieß es. Einzelne Zugänge zu dem Gelände sind laut Polizei aufgrund des Einsatzes gesperrt. Ein Verlassen des Feldes sei aber jederzeit möglich, hieß es. Polizei: Keine konkrete Gefahr festgestellt Nach Angaben eines Polizeisprechers wählte ein Zeuge gegen 13.00 Uhr den Notruf, weil er einen verdächtigen Mann mit einem waffenähnlichen Gegenstand in der Nähe eines Volleyballfelds gesehen haben will. Unweit dieser Stelle am Columbiadamm an der nördlichen Seite des Tempelhofer Felds befindet sich auch eine aus Containern bestehende Flüchtlingsunterkunft. »Bislang haben unsere Einsatzkräfte keine konkrete Gefahr festgestellt«, sagte der Sprecher. Die Beamtinnen und Beamten suchten insbesondere die Seite des Geländes ab, die gegenüber vom Volkspark Hasenheide liegt. Fahrradfahrer, Jogger und weitere Besucher wurden aufgefordert, den Bereich zu verlassen. Größere Suche im März in der Hasenheide Vor gut zwei Monaten gab es einen vergleichbaren Großeinsatz der Polizei in der nahegelegenen Hasenheide. Damals hatten Zeugen von Schüssen berichtet. Zahlreiche Polizisten sowie ein Hubschrauber und Hunde suchten damals das Gelände ab - nach knapp drei Stunden wurde der Einsatz ohne Ergebnisse beendet. In den vergangenen Monaten gab es vermehrt Schüsse auf den Straßen Berlins. Erst in der Nacht zum Dienstag war die Polizei deswegen in Berlin-Kreuzberg zweimal im Einsatz: In der Urbanstraße wurde auf einem Spielplatz geschossen, auf dem sich ein Mann aufhielt, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Dieser blieb demnach unverletzt. Schüsse in Kreuzberg Ein weiterer Mann fuhr auf einem E-Scooter von der Urbanstraße über die Graefestraße davon. Dort sollen vier Männer aus einem Auto gestiegen sein und Schüsse auf ihn abgegeben haben. Der Mann konnte entkommen. Die vier Männer flüchteten ebenfalls mit ihrem Wagen. Verletzt wurde dabei ersten Erkenntnissen zufolge niemand. Wegen der Entwicklung wurde bei der Polizei die Sondereinheit des Landeskriminalamtes (LKA) »Ferrum« (lateinisch, übersetzt: »Eisen«) eingerichtet. Die Berliner Staatsanwaltschaft zog mit der neuen Ermittlungsgruppe »Telum« nach. Durch Razzien in Bars und an Treffpunkten soll die organisierte Kriminalität unter Druck gesetzt werden. © dpa-infocom, dpa:260528-930-141355/4