Zeit 09.03.2026
10:51 Uhr

Güstrow: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen Mordes im Fall Fabian


Im Oktober wurde ein achtjähriger Junge bei Güstrow tot aufgefunden. Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen eine ehemalige Freundin des Vaters erhoben.

Güstrow: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen Mordes im Fall Fabian
Fünf Monate nach dem Tod des achtjährigen Fabians aus Güstrow hat die Staatsanwaltschaft Rostock die Ermittlungen in dem Fall abgeschlossen und eine ehemalige Freundin des Vaters wegen heimtückischen Mordes angeklagt. Wie die Behörde mitteilte, befindet sich die Angeklagte seit November in Untersuchungshaft. Sie soll das ihr gut bekannte Kind aus dem Haus gelockt und an einem Teich mit mindestens sechs Messerstichen getötet haben. Nach Angaben der Ermittler handelt es sich bei der Frau um die Person, die vier Tage nach dem Verschwinden Fabians angab, den Jungen während eines Spaziergangs mit ihrem Hund gefunden zu haben. Um die Spuren der Tat zu beseitigen, soll die Frau den Leichnam des Kindes später mit einem Brandbeschleuniger angezündet haben. Zu einem Motiv äußerte sich die Staatsanwaltschaft bisher nicht. Kind wurde vier Tage nach Vermisstenmeldung tot aufgefunden Am 6. November war die Angeklagte unter dringendem Mordverdacht in einem Dorf in der Nähe von Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern verhaftet worden. Auch ihr Auto wurde sichergestellt. Einer früheren Aussage ihres Anwalts zufolge stritt die Mandantin die Tat als Zeugin ab. Als Beschuldigte äußerte sie sich nicht. Eine Haftbeschwerde blieb erfolglos. Der Junge Fabian war am 10. Oktober aus Güstrow verschwunden. Seine Mutter hatte den Grundschüler am Tag des Verschwindens bei der Polizei als vermisst gemeldet. Vier Tage später wurde seine Leiche südlich der Stadt an einem Tümpel gefunden. Die Obduktion hatte ergeben, dass der Junge Opfer eines Gewaltverbrechens geworden war .