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20.03.2026
13:30 Uhr
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Weil er Interna verraten und eine Drogenbande vor einer Razzia gewarnt hat, muss ein Staatsanwalt aus Hannover lange in Haft. Er hatte größtenteils gestanden.

Das Landgericht Hannover hat einen Staatsanwalt wegen Geschäften mit einer internationalen Drogenbande zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Das Gericht sprach den 50-Jährigen wegen Bestechlichkeit und Verletzung des Dienstgeheimnisses schuldig. Der Jurist hatte Informationen aus Ermittlungsverfahren an die Drogenhändler weitergegeben und eine Razzia verraten . Zu Beginn des Prozesses hatte der Staatsanwalt die Vorwürfe bestritten, im Januar gestand er den Großteil der ihm vorgeworfenen Taten nach einem Verständigungsvorschlag der Strafkammer schließlich. Im Gegenzug wurden weitere Anklagepunkte ‒ unter anderem Strafvereitelung im Amt ‒ auf Antrag der Staatsanwaltschaft fallen gelassen. Ein Mittelsmann, der ebenfalls teilweise gestanden hat, wurde wegen Beihilfe zur Bestechung zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt. Informationen an Drogenhändler verkauft Dem Staatsanwalt wurde vorgeworfen, zwischen Juni 2020 und März 2021 gegen Geld Interna aus Ermittlungsverfahren preisgegeben und eine internationale Drogenbande vor einer Razzia gewarnt zu haben. Pro Tat, bei der er Drogenhändlern nach eigenen Angaben Informationen verkaufte, will er 2.500 Euro erhalten haben, laut Anklagebehörde waren es 5.000 Euro für jede Tat. Legal als Staatsanwalt verdiente er etwa 5.000 Euro im Monat. Bereits 2022 war ein Ermittlungsverfahren gegen den Staatsanwalt eingeleitet worden, seine Wohnung und seine Diensträume wurden durchsucht. Dieses Verfahren wurde im Oktober 2023 eingestellt, weil sich der Verdacht zunächst nicht erhärtete. Im Juni 2024 wurde das Verfahren wiederaufgenommen, im April 2025 begann der Prozess. Mit dem Strafmaß schloss sich das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft an. Der Mann habe dem Vertrauen in den Rechtsstaat schweren Schaden zugefügt, sagte der Anklagevertreter in seinem Plädoyer.