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29.09.2026
14:36 Uhr
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Bei Mercedes-Benz geht die Homeoffice-Ära zu Ende. Laut Konzern soll es zum »Standard« werden, dass Vollzeitkräfte an vier Tagen im Büro arbeiten.

Mercedes-Benz will seine Beschäftigten dazu verpflichten, mindestens vier Tage pro Woche vor Ort im Büro zu arbeiten. Eine neue Betriebsvereinbarung in dem Konzern solle »Führungskräften ermöglichen, für Vollzeitbeschäftigte bis zu vier Präsenztage pro Woche ohne Begründung festzulegen«, teilte ein Sprecher mit. »Ziel ist, dass diese vier Tage künftig der Standard sind.« Zuvor hatte die WirtschaftsWoche darüber berichtet . Die bisherige Betriebsvereinbarung sei bereits gekündigt worden, sagte der Sprecher. Die neue Vereinbarung müsse noch in den Betriebsratsgremien der jeweiligen Standorte beschlossen werden. Stimmen diese zu, tritt die Regelung voraussichtlich zum 1. Januar 2027 in Kraft. Dem Konzern zufolge wurde vorab mit dem Betriebsrat über die neue Regelung verhandelt. Bei der bisherigen Vereinbarung hatten die Beschäftigten viele Freiheiten bei der Wahl des Arbeitsplatzes. Auch die neuen Regeln würden »weiterhin Flexibilität ermöglichen, denn besondere Ausnahmefälle werden zwischen Führungskraft und Beschäftigtem besprochen und freigegeben«, hieß es in einem Schreiben an die Beschäftigten, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Arbeit von zu Hause aus wieder fast auf Vor-Corona-Niveau Das Arbeiten im Homeoffice hatte sich in den Jahren der Coronapandemie stark ausgeweitet , ist seit deren Ende allerdings wieder zunehmend eingeschränkt worden und befindet sich nahezu wieder auf dem Stand vor der Pandemie. So gaben laut dem Statistischen Bundesamt im vergangenen Jahr 54 Prozent der Erwerbstätigen an, mindestens die Hälfte ihrer Arbeitstage von zu Hause aus zu arbeiten. 2021 haben demnach 69 Prozent der Beschäftigten mindestens an jedem zweiten Arbeitstag zu Hause gearbeitet, im Vor-Corona-Jahr 2019 waren es 43 Prozent. Jeden Tag hatten 2019 noch 26 Prozent der Beschäftigten zu Hause gearbeitet, 2021 waren es 40 Prozent und im vergangenen Jahr 24 Prozent, also sogar weniger als vor der Pandemie. Dem Statistischen Bundesamt zufolge arbeiten Menschen im Alter zwischen 35 und 44 am häufigsten von zu Hause aus. Zudem sei Homeoffice bei größeren Unternehmen üblicher als bei kleineren. Laut einer Studie der Universität Pittsburgh aus dem Jahr 2024, die dafür die 500 wertvollsten US-Unternehmen untersucht hatte, neigen Firmen vor allem bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten oder fallenden Börsenkursen dazu, ihre Mitarbeiter zurück ins Büro zu holen, etwa um Veränderung zu signalisieren. Die Finanzlage der Firmen habe sich dadurch allerdings nicht signifikant verbessert.