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26.05.2026
06:39 Uhr
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Die USA haben trotz Waffenruhe Ziele im Iran attackiert. Iranische Staatsmedien melden Tote. In Katar gehen die Verhandlungen weiter. Die Nacht

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben Angriffe im Süden des Iran geflogen. Getroffen worden seien Boote, die versuchten, Minen zu verlegen, sowie Raketenabschussrampen, teilte das zuständige Zentralkommando Centcom mit. Die USA bezeichneten die Einsätze als Verteidigungsmaßnahme. Die Angriffe seien darauf ausgelegt gewesen, »unsere Truppen vor Bedrohungen durch iranische Kräfte zu schützen«, teilte die US-Armee mit. Das Militär sei zu Zurückhaltung während der geltenden Waffenruhe aufgerufen. Iranische Staatsmedien melden Tote Das US-Militär machte keine Angaben zu möglichen Toten oder Verletzten. Iranische Medien berichteten, es habe nach einem US-Angriff im Bereich der Insel Larak in der Straße von Hormus mehrere Tote gegeben. US-Außenminister Marco Rubio brachte die US-Angriffe in einen Zusammenhang mit der Straße von Hormus. »Die Meerengen müssen offen sein, sie werden offen sein, auf die eine Art oder die andere«, sagte er. Während der laufenden Waffenruhe im Irankrieg hat es rund um die Straße von Hormus schon mehrere gegenseitige Angriffe gegeben. US-Außenminister geht von tagelangen Verhandlungen mit dem Iran aus Die USA und der Iran verhandeln derzeit über ein dauerhaftes Ende der Kämpfe . US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag gesagt, der Deal sei »weitgehend ausgehandelt«, sprach sich tags darauf jedoch auch gegen eine »übereilte Vereinbarung« aus. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums sagte, man habe zwar eine Grundsatzvereinbarung erzielt; jedoch könne niemand behaupten, dass ein Abkommen unmittelbar bevorstehe. US-Außenminister Rubio sagte nun, es gebe in Katar derzeit Gespräche über die genaue Formulierung für ein Abkommen, was »noch einige Tage dauern« könne. Trump fordert Aushändigung oder Zerstörung von iranischem Uran US-Präsident Donald Trump hat sich derweil erneut zum angereicherten Uran im Iran geäußert. Entweder es werde »sofort« an die USA übergeben, um in die Vereinigten Staaten gebracht und dort zerstört zu werden, oder in Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Iran vor Ort oder andernorts zerstört, schrieb Trump auf seiner Plattform. Der Umgang mit etwa 400 Kilogramm an hochangereichertem Uran des Iran ist ein zentraler Streitpunkt in den Verhandlungen. Der Iran will erst nach Abschluss des Abkommens über das Nuklearprogramm verhandeln. Israel kündigt verstärkte Angriffe auf die Hisbollah an Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine Ausweitung der Angriffe auf die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon angekündigt. Israel befinde sich in einem »Krieg mit der Hisbollah «, sagte Netanjahu in einem Video auf Telegram. Ziel sei es, die Hisbollah zu »zerschlagen«. Nach Veröffentlichung des Videos teilten die israelischen Streitkräfte mit, sie griffen Ziele der Hisbollah-Miliz in der Bekaa-Ebene im Osten des Libanon an. Aus Sorge vor einer israelischen Offensive flohen libanesischen Sicherheitskreisen zufolge zahlreiche Menschen aus den südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut. Die Hisbollah meldete später Angriffe auf israelische Armeekasernen und einen Militärstützpunkt. Iran will offenbar Internetsperre aufheben Der iranische Präsident Massud Peseschkian soll die Anweisung erteilt haben, den internationalen Internetzugang wieder freizugeben. Das berichteten iranische Staatsmedien unter Berufung auf Aussagen des Leiters der Öffentlichkeitsarbeit im iranischen Kommunikationsministerium. Die angebliche Aufhebung der Internetsperre lässt sich bisher nicht unabhängig überprüfen. Den Angaben der Internetbeobachtungsstelle NetBlocks zufolge hatten die meisten Iraner seit 87 Tagen keinen Zugang zum Internet. Die aktuellen Entwicklungen im Irankrieg finden Sie auch in unserem Liveblog .