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09.03.2026
13:51 Uhr
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Die Nato hat erneut eine iranische Rakete abgefangen. Diesmal erreichte sie jedoch den türkischen Luftraum. Verletzt wurde niemand.

Nato-Verteidigungskräfte haben der Türkei zufolge erneut eine aus dem Iran abgefeuerte ballistische Rakete über dem östlichen Mittelmeer zerstört. Munitionsteile seien in der südöstlichen Provinz Gaziantep niedergegangen, teilt das türkische Verteidigungsministerium mit. Die Türkei würde alle notwendigen Schritte zu ihrer Verteidigung unternehmen. Es habe keine Verletzten gegeben. Vergangenen Mittwoch war bereits eine iranische Rakete von der Luftabwehr der Nato über dem Mittelmeer abgefangen worden . Das Geschoss war nach türkischen Angaben gestoppt worden, ehe es den türkischen Luftraum erreichte. Trümmerteile der Abfangrakete waren in der südöstlichen Provinz Hatay niedergegangen, Verletzte gab es keine. Anders als vergangene Woche sei die Rakete diesmal in den türkischen Luftraum eingedrungen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Der Iran greift erneut mehrere Länder in der Region an. Türkei ist wichtiges Nato-Drehkreuz Die Türkei verhält sich im Krieg gegen den Iran eigentlich neutral. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte sich voriges Wochenende noch besorgt über die amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran gezeigt und alle Seiten zur Zurückhaltung aufgerufen. Er warnte, der Nahe Osten könnte zu einem "Feuerring" werden, sollte der Konflikt nicht eingedämmt werden. In der Türkei sind auch US-Soldaten stationiert. Der wichtigste Nato-Luftwaffenstützpunkt im Land ist in Incirlik in der südtürkischen Provinz Adana. Nach US-Angaben sind dort rund 1.500 Militärangehörige stationiert. Der Stützpunkt gilt als wichtiges Drehkreuz für die Nato in der Region. Die USA und Israel hatten am 28. Februar Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurde auch das geistliche Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei sowie weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Der Iran greift seinerseits Israel und zahlreiche andere Länder in der Region an.