Zeit 11.03.2026
01:32 Uhr

Kanton Freiburg: Mindestens sechs Tote bei Brand eines Linienbusses in der Schweiz


In der Nähe von Bern ist ein Feuer in einem Bus ausgebrochen. Mehrere Menschen sterben. Die Polizei hält eine vorsätzliche Tat für möglich.

Kanton Freiburg: Mindestens sechs Tote bei Brand eines Linienbusses in der Schweiz
Bei einem schweren Brand in einem Linienbus sind in der Schweiz sechs Menschen gestorben. Mindestens vier weitere Passagiere seien verletzt worden, wie die Polizei im Kanton Freiburg am Abend mitteilte. Zudem sei auch ein Rettungssanitäter bei dem Einsatz in der Ortschaft Kerzers verletzt worden. Drei Personen seien in einem kritischen Zustand. Die Polizei ermittelt zur Brandursache . "Eine vorsätzliche Tat könnte die Ursache für dieses Drama sein", teilte sie am späten Abend mit. "Möglicherweise wurde das Feuer vorsätzlich gelegt." Bei einer Pressekonferenz antwortete ein Polizeisprecher auf die Frage, ob es sich möglicherweise um einen Terroranschlag handele, dass dazu noch nichts gesagt werden könne. Die Zeitung Blick zitiert einen Augenzeugen, nach dessen Angaben ein Mann Benzin im Bus ausgeschüttet und sich selbst in Brand gesetzt haben soll. Diese Angaben seien auch bei der Polizei eingegangen, sagte eine Sprecherin. Bestätigen könne sie das zunächst nicht. Bus brennt aus Der Bus des Unternehmens PostAuto verkehrte auf einer Strecke zwischen der Ortschaft Düdingen und Kerzers. PostAuto verbindet in der Schweiz vor allem ländliche Gebiete. Kerzers liegt etwa 26 Kilometer westlich von Bern. Der Brand sei gegen 18.30 Uhr kurz vor der Endstation in Kerzers ausgebrochen. Die Polizei konnte zunächst keine Angaben zur Zahl der Passagiere im Bus machen oder ob der Busfahrer unter den Toten war. Die Identifizierung der Opfer sei im Gange. Auch, ob die Person, die den Brand möglicherweise gelegt hat, unter den Opfern war, blieb zunächst offen. In sozialen Medien kursierten dramatische Bilder und Videos von dem brennenden Bus. Darauf sind meterhohe Flammen zu sehen. Eine riesige Rauchsäule stieg in den Himmel. Die Feuerwehr löschte die Flammen, aber der Bus brannte völlig aus. Auf den Bildern sind zahlreiche Menschen zu sehen, die den brennenden Bus mit Handykameras filmen. Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin zeigte sich über den Vorfall bestürzt. Es mache ihn traurig, dass erneut Menschen in der Schweiz bei einem schweren Brand ums Leben gekommen seien, schrieb er im Onlinedienst X. Vor etwas mehr als zwei Monaten waren in der Silvesternacht bei einem Brand in einer Bar in Crans-Montana 40 Menschen gestorben , darunter viele Jugendliche. 116 weitere Menschen wurden verletzt, viele von ihnen erlitten schwere Verbrennungen.