Zeit 21.03.2026
06:25 Uhr

Krieg gegen den Iran: USA setzen Sanktionen für iranisches Öl auf Schiffen aus


Die US-Regierung lockert vorübergehend Sanktionen auf iranisches Öl, das bereits auf Tankern verladen ist. Damit soll der drastische Ölpreisanstieg abgemildert werden.

Krieg gegen den Iran: USA setzen Sanktionen für iranisches Öl auf Schiffen aus
Die USA haben im Irankrieg vorübergehend Sanktionen auf iranisches Öl gelockert, das sich bereits auf Schiffen befindet. Das US-Finanzministerium teilte mit, der Verkauf und die Lieferung seien die nächsten 30 Tage, also bis zum 19. April, erlaubt. Die Freigabe gelte ausschließlich für Öl, das vor dem 20. März auf Schiffe verladen worden sei. US-Finanzminister Scott Bessent hatte am Donnerstag die Maßnahme bereits in Aussicht gestellt. Auch da bezog er sich auf iranisches Öl, das bereits auf Tankern verladen ist. Die USA versuchen mit dem Schritt, die steigenden Ölpreise unter Kontrolle zu bringen , indem sie die Ölmenge auf dem Markt erhöhen. Zuletzt waren auch Sanktionen für bestimmte russische Öllieferungen vorübergehend gelockert worden – unter Protest der Ukraine und westlicher Partner. Bessent geht von etwa 140 Millionen Barrel iranischem Öl aus, die durch die Ausnahmeregelung auf die Weltmärkte gelangen könnten. Die Lieferungen könnten Energieminister Chris Wright zufolge Asien innerhalb von ‌drei oder ⁠vier Tagen erreichen. Regionen wie Kuba, Nordkorea und die Krim sind ausgenommen. China und Indien sind die wichtigsten Abnehmer des Rohstoffs aus dem Iran. Der Iran teilte jedoch mit, dass das Land "derzeit" keine überschüssigen Rohölvorräte habe, die es den internationalen Märkten zur Verfügung stellen könnte. Die Islamische Republik verfüge über keine Vorräte "auf See oder zur Versorgung der internationalen Märkte", teilte ein Sprecher des iranischen Ölministeriums am Freitag im Onlinedienst X mit. Entsprechende Äußerungen von US-Finanzminister Scott Bessent sollten "lediglich den Käufern Hoffnung machen", fügte er hinzu. Durch den Irankrieg ist der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus nahezu zum Erliegen gekommen. Die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist eine der wichtigsten Routen des internationalen Öl- und Gashandels. Die Preise für Öl und Gas stiegen deshalb deutlich an. US-Präsident Donald Trump rief mehrfach dazu auf , dass Länder, die auf Öltransporte durch die Straße von Hormus angewiesen sind, dabei helfen sollen, die Schifffahrt dort zu sichern.