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19.03.2026
16:28 Uhr
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Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmenden nutzen Künstliche Intelligenz in ihrem Job. Laut Bärbel Bas braucht es daher Regulierungen. Sie fordert ein entsprechendes Gesetz.

Mit Blick auf den Vormarsch der Künstlichen Intelligenz hat die Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas ein Beschäftigungsdatengesetz gefordert. "Denn wir wollen beides zusammenbringen, Rechtssicherheit und Innovationen", sagte die SPD-Politikerin in Berlin. Gegenüber der Apotheken Umschau gab Bas an, gemeinsam mit dem Bundesinnenministerium an einem solchen Gesetz zu arbeiten. Im Umgang mit Beschäftigtendaten sieht Bas Handlungsbedarf. Unter anderem wegen der in einigen Punkten unklaren Rechtslage hätten kleinere Unternehmen oft Berührungsängste zur KI und fürchteten Bußgelder, etwa beim Datenschutz, sagte Bas in Berlin. Künstliche Intelligenz sei jedoch schon heute aus dem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken. Mehr als 60 Prozent der Arbeitnehmenden nutzen der Ministerin zufolge KI. Es brauche kluge Regulierung, Mitbestimmung sowie Weiterbildung der Beschäftigten und ausländische Expertise durch die Einwanderung von Fachkräften. Als ein Beispiel für die Nutzung von KI nannte Bas in einem vorab veröffentlichten Redetext die Ortung von Speditionslastwagen. "Richtig eingesetzt kann sie die Produktivität steigern", erläuterte sie. "Im Gesetz steht aber bislang nirgends, ob und wann sie zulässig ist." Bei Beschäftigten sorge das für Überwachungsdruck und pausenlose Leistungskontrolle. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.