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30.05.2026
10:15 Uhr
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In Malta finden vorgezogene Parlamentswahlen statt. Der amtierende Premier Robert Abela hatte sie kurzfristig angekündigt. Als Grund nannte er geopolitische Sorgen.

Im kleinsten EU-Land Malta wird ein neues Parlament gewählt. Mehr als 341.000 Einwohner sind wahlberechtigt, die Wahllokale sind bis 22 Uhr geöffnet. Die Auszählung wird am Sonntagmorgen beginnen. Ein erster Trend könnte am Sonntag zwischen Vormittag und frühem Nachmittag erkennbar sein. Mit dem offiziellen Ergebnis wird erst im späteren Verlauf des Tages gerechnet. Umfragen sehen die sozialdemokratische Regierungspartei Labour (MLP) von Premierminister Robert Abela vor der konservativen Nationalist Party (PN) von Alex Borg. Der Vorsitzende der Nationalist Party, Alex Borg, hatte zuletzt steigende Sympathiewerte verzeichnet. Doch Umfragen deuten auf eine Wiederwahl Abelas hin. So lag seine Labour-Partei in einer Umfrage von The Malta Independent Labour zuletzt mit 49 Prozent vor der Nationalist Party, die auf 39 Prozent kam. Bei einem Wahlsieg könnte es die vierte Legislaturperiode in Folge für die regierende Labour-Partei werden. Vorgezogene Wahlen wegen geopolitischen Sorgen Abela hatte Ende April die eigentlich für Anfang kommenden Jahres vorgesehene Parlamentswahl auf den 30. Mai vorgezogen. Als Begründung für die vorgezogene Wahl nannte er globale geopolitische Sorgen infolge des Iran-Kriegs . Er erklärte, seine Regierung brauche ein neues Mandat, um Malta und die Bürger des Landes durch eine drohende Energiekrise zu führen. Maltas Wirtschaft basiert weitgehend auf Tourismus, Onlineglücksspiel und Finanzdienstleistungen. Bei der Energieversorgung ist das kleinste EU-Land fast vollständig auf Importe angewiesen.