Zeit 01.10.2026
19:22 Uhr

München: Linke Jugend soll sich auf Oktoberfest israelfeindlich geäußert haben


Mitglieder der Jugendorganisation der Linken haben laut Berichten auf dem Oktoberfest israelfeindliche Lieder gesungen. Ein FDP-Politiker wurde demnach geohrfeigt.

München: Linke Jugend soll sich auf Oktoberfest israelfeindlich geäußert haben
Auf dem Oktoberfest in München haben sich Mitglieder der Jugendorganisation Linke Jugend Berichten zufolge israelfeindlich geäußert. Es seien israelfeindliche Parolen geäußert und Liedtexte entsprechend umgedichtet worden, berichteten Süddeutsche Zeitung (SZ) und Bild unter Berufung auf FDP-Politiker, die den Vorfall im Festzelt beobachteten. Laut Bild -Zeitung sollen die Mitglieder der Linken Jugend das Lied Sweet Caroline in »Free Palestine« umgedichtet haben. Der Vorfall ereignete sich den Berichten zufolge am vergangenen Freitag. Der Fraktionsvorsitzende der FDP im Stadtrat, Jörg Hoffmann, sagte der SZ, er sei eingeschritten, als am Nachbartisch israelfeindliche Parolen geäußert wurden. Er informierte demnach die Festleitung, die die Gruppe aufforderte, das Zelt zu verlassen. Drei weibliche Gäste sollen Hoffmann deshalb später beschimpft haben. Eine der Frauen soll ihn geohrfeigt haben. Dabei handelte es sich Angaben der Linken zufolge allerdings nicht um ein Mitglied der Linkspartei oder Linksjugend, sondern um die Freundin eines Mitglieds. Linken-Fraktionschef kündigt Konsequenzen an Stefan Jagel, Fraktionschef der Linken im Rathaus, verurteilte den Vorfall. Das Ganze werde Konsequenzen haben, sagte er der SZ. Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) entzog der Linken demnach für dieses Jahr den Tisch in der Ratsboxe im Schottenhamel-Festzelt. Er habe auf eine Strafanzeige verzichtet, wolle den Vorfall jedoch im Ältestenrat der Stadt nochmals thematisieren. In der Ratsboxe auf dem Balkon der Festhalle haben die Fraktionen auf einen oder je nach Größe mehrere Tische Zugriff. Diese können sie auch an Mitglieder oder Sympathisanten weitergeben; in diesem Fall die Linke an ihre Jugendorganisation.