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19.08.2026
05:00 Uhr
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Die Ausgaben für Bürgergeldempfänger in Mecklenburg-Vorpommern sind zuletzt etwas gesunken. Für 2025 beliefen sie sich auf rund 907 Millionen Euro, wie aus einer Antwort des Bundessozialministeriums auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Leif-Erik Holm hervorgeht. 2024 waren es früheren Angaben zufolge rund 923 und im Jahr davor rund 845 Millionen Euro. Nach den ersten Monaten dieses Jahres zeichnet sich 2026 ein vergleichbares Niveau wie im Vorjahr ab. Gab es 2025 den Angaben zufolge in MV im Durchschnitt rund 104.000 Regelleistungsberechtigte, so waren es im April dieses Jahres etwas weniger, nämlich rund 100.000. Davon hatten den Angaben zufolge rund 71.000 eine deutsche und rund 29.000 eine ausländische Staatsangehörigkeit. Von den auf ausländische Menschen in MV entfallene Bürgergeldkosten entfiel zuletzt rund die Hälfte auf Ukrainer, rund 18 Prozent auf Syrer und rund 11 Prozent auf Afghanen. Holm übt Kritik «Es kann doch nicht sein, dass bei einem Ausländeranteil von 8 Prozent fast 30 Prozent der Bürgergeldempfänger aus dem Ausland kommen», kritisierte Holm, der auch Co-Landessprecher seiner Partei in Mecklenburg-Vorpommern. «Die Kosten liegen allein in MV bei 240 Millionen Euro», so der AfD-Ministerpräsidentenkandidat für die anstehende Landtagswahl im September. Holm erneuerte die Forderung seiner Partei, Grundsicherung grundsätzlich nur noch deutschen Staatsbürgern zu gewähren. «Ausländer sollen erst nach zehn Jahren rechtmäßigem Aufenthalt und nachweislicher Erwerbstätigkeit anspruchsberechtigt sein.» Holm forderte eine rigide Migrationspolitik, «die auch die Anreize zur Einwanderung in die Sozialsysteme abstellt». Ob es tatsächlich eine gezielte Einwanderung nach Deutschland wegen der Sozialleistungen hierzulande gibt, das ist immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Es gebe «keinen Anhaltspunkt dafür, dass Migration primär durch Sozialleistungen motiviert» sei, stellten etwa Expertinnen und Experten der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung vor wenigen Monaten in einer Analyse fest. © dpa-infocom, dpa:260819-930-549937/1