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07.10.2026
11:33 Uhr
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Nach dem erneuten Scheitern der Kieler Christian-Albrechts-Universität (CAU) bei der Bewerbung um den Titel einer Exzellenzuniversität hat die Opposition die Hochschulpolitik der Koalition scharf kritisiert. «Es fehlt der Wissenschaft einfach an einer starken Lobby innerhalb der schwarz-grünen Koalition», sagte FDP-Fraktionschef Christopher Vogt. Das Scheitern sei aber nicht nur ein ausgebliebener Imagegewinn, sondern auch den Verlust von rund 100 Millionen Euro, die an zusätzlichen Zuschüssen ins Land und an die Uni geflossen wären. Vogt warf der Koalition Kürzungen im Hochschulbereich vor. Seit Monaten gebe es an der Kieler Uni eine Wiederbesetzungssperre. «Das ist nichts anderes als ein völlig planloser Personalabbau.» Die chronische Unterfinanzierung der CAU sei nicht neu, von Schwarz-Grün aber noch verschärft worden. Die Hochschulen brauchten mehr Autonomie. SPD vermisst lange Linien Auch der SPD-Hochschulpolitiker Martin Habersaat kritisierte die Politik der Landesregierung scharf. Mut zum Risiko fände er gut. «Aber wenn sie jetzt Scheitern zum Konzept erklären, dann sage ich Ihnen voraus, dass wir noch viele Aktuelle Stunden erleben werden.» Er warnte, nicht der Propaganda zu verfallen, alles sei gut in Schleswig-Holstein. «Was ich vermisse, sind die langen Linien.» Nun wäre es Zeit für konkretes Handeln, die Landesregierung sei am Zug. Vertreter von CDU und Grünen wiesen die Kritik der Opposition zurück. «Schleswig-Holstein kann Spitzenforschung, die CAU beweist es jeden Tag», sagte der CDU-Hochschulpolitiker Martin Balasus. Er verwies auf die beiden Exzellenzcluster zur Entzündungsforschung und Roots zur Konnektivität von Gesellschaft, Umwelt und Kultur in vergangenen Welten. «Wissenschaftliche Exzellenz ist also in Schleswig-Holstein längst Wirklichkeit.» Die Koalition habe die Position der Hochschulen trotz Finanzsituation des Landes gestärkt. Von Kürzungen könne keine Rede sein. © dpa-infocom, dpa:261007-930-802107/1