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19.08.2026
04:23 Uhr
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Die gemeinsamen Militärübungen von den USA und Südkorea sollen schon am Freitag enden – so will es Donald Trump. Südkorea zeigt sich überrascht von der Entscheidung.

Südkorea und die USA werden ihre derzeit laufenden Militärübungen um die Hälfte kürzen. Wie Südkoreas Generalstab mitteilte, wird das Manöver Ulchi Freedom Shield auf Wunsch der USA bereits am Freitag enden. Ursprünglich war geplant, dass die am Montag gestarteten Militärübungen bis zum 27. August andauern. Laut einem Bericht des südkoreanischen Senders KBS sollen die Streitkräfte beider Länder zwar wie auch in vorherigen Jahren die Verteidigung gegen einen simulierten Angriff aus Nordkorea üben. Die zuvor ebenfalls vorgesehene Gegenoffensive wurde jedoch vollständig gestrichen. Von offizieller Seite wurde dieser Punkt bislang nicht bestätigt. Der südkoreanische Außenminister Cho Hyun sagte bei einer parlamentarischen Anhörung in Seoul, dass weder südkoreanische noch US-amerikanische Regierungsvertreter im Voraus von der Anordnung von US-Präsident Donald Trump zur Einschränkung gemeinsamer Militärübungen gewusst hätten. Trump begründete Kürzung mit gutem Verhältnis zu Kim Jong-un Bereits am Wochenende hatte Trump in einem Post auf der Onlineplattform Truth Social angekündigt, das gemeinsame Militärmanöver mit Südkorea deutlich kleiner ausfallen zu lassen, weil nicht mehr genügend Zeit bleibe, um es komplett abzusagen. Er verwies dabei auf seine angeblich »sehr gute Beziehung« zu Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un . Die Manöver sendeten ein völlig unangemessenes und feindseliges Signal an ein Land, das sich während seiner Präsidentschaft respektvoll und nicht bedrohlich verhalten habe, schrieb Trump. Trump hatte Südkorea kritisiert , weil das Land sich geweigert hätte, sich an US-Militäreinsätzen gegen den Iran zu beteiligen. »Wir können nicht überall herumgehen und all diese Länder beschützen, vor allem dann nicht, wenn sie nicht da sind, um uns zu helfen«, sagte Trump. Die USA und Südkorea hielten bisher jedes Jahr zwei gemeinsame Militärübungen ab. Für Südkorea sind die USA seit Langem der wichtigste militärische Verbündete, vor allem gegen Nordkorea . Die beiden Länder befinden sich seit Beginn des Koreakriegs 1950 offiziell im Krieg. Ungeachtet der jüngsten Entwicklungen hatten Nordkoreas Staatsmedien mit Kritik auf die seit Montag laufenden Militärübungen reagiert. Feindliche Staaten, die die Souveränität Nordkoreas verletzten, würden »jederzeit ins Visier unserer vernichtenden Vergeltungsmaßnahmen« geraten, hieß es in einem Artikel der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA. Laut US-Zeitung will Trump Kim im Herbst treffen Unterdessen berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf namentlich nicht genannte US-Beamte, Trump wolle Kim noch in diesem Herbst treffen. Offiziell gebe es zwar noch keine Planungen. Ein Treffen der beiden könnte demnach aber im November stattfinden, wenn sich Staats- und Regierungschefs aus aller Welt beim Treffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im chinesischen Shenzhen begegnen werden. Der Gipfel ist für Mitte November geplant. Trump hatte Kim während seiner ersten Amtszeit mehrfach getroffen. Nach einem ersten Gipfel in Singapur vor acht Jahren endete die zweite Begegnung der beiden Staatschefs im folgenden Jahr in Hanoi in einem Eklat: Kim reiste noch vor Ende des offiziellen Programms ab . Hintergrund war ein Konflikt bei den Verhandlungen über Nordkoreas nukleare Abrüstung.