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14.03.2026
12:39 Uhr
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Die Pläne der Brandenburger AfD-Landesspitze für kleinere Parteitage mit Delegierten statt Mitgliedern stoßen auf Kritik. AfD-Landeschef René Springer warb aus praktischen Gründen für die Einführung von Delegiertenparteitagen. "Weil wir als AfD Brandenburg so verdammt erfolgreich sind, dass wir in Zukunft Probleme haben werden, die Mitglieder in unsere, in die Hallen zu bekommen", sagte Springer. "Wir haben auf Bundesebene delegierte Parteitage seit 2017." Die AfD wählt beim Parteitag eine neue Spitze, Springer tritt wieder an. Der Parteitag wurde begleitet von Protesten. Der frühere AfD-Bundestagsabgeordnete Norbert Kleinwächter ging Springer frontal an und forderte, die bisherige Satzung zu behalten. "Das Delegiertensystem muss die Ausnahme bleiben für den Notfall", sagte Kleinwächter. "Lasst uns klar zum Mitgliederprinzip stehen." Ein Antrag des Landesvorstands sieht vor, dass der Landesparteitag grundsätzlich als Delegiertenversammlung, nicht als Mitgliederversammlung stattfindet - bisher ist es andersherum. Mitgliederparteitage sollen weiter möglich sein: Der Landesvorstand soll entscheiden können, sie einzuberufen - zudem soll ein Parteitag auf schriftliches Verlangen eines Drittels der Kreisverbände als Mitgliederversammlung einberufen werden. Wahl der Landesspitze - Proteste gegen AfD Im November war die Spitze um Springer mit den Plänen gescheitert. Damals stand allerdings eine komplette neue Satzung zur Debatte. Die Zahl der Delegierten wurde nun von 300 auf 400 geändert. Springer stellt sich bei dem Landesparteitag in Prenzlau zur Wiederwahl. Ob Springer einen Gegenkandidaten hat, ist bisher offen. Vor zwei Jahren erhielt er 82 Prozent. Bei einer Gegenkundgebung protestierten mehrere Dutzend Menschen lautstark gegen die AfD. Darauf stand "Refugees welcome" (Flüchtlinge willkommen) und "Menschenrechte statt rechter Menschen". Der Verfassungsschutz stuft die Partei als rechtsextremistisch ein. Die AfD geht dagegen juristisch vor. In der Stadt waren mehrere Proteste geplant. © dpa-infocom, dpa:260314-930-815800/1