Zeit 08.03.2026
19:39 Uhr

Wahl in Baden-Württemberg 2026: SPD und FDP kündigen Konsequenzen aus Landtagswahl an


SPD-Chef Klingbeil spricht von einem "total bitteren Abend" für die SPD, Spitzenkandidat Stoch will zurücktreten. Auch FDP-Landeschef Rülke will Verantwortung übernehmen.

Wahl in Baden-Württemberg 2026: SPD und FDP kündigen Konsequenzen aus Landtagswahl an
Der Landespartei- und Fraktionschef der SPD in Baden-Württemberg, Andreas Stoch, hat seinen Rückzug angekündigt. Das sagte er nach dem historisch schlechten Wahlergebnis für seine Partei vor Anhängern in Stuttgart an. Er wolle der Partei und der Fraktion eine Neuaufstellung vorschlagen. "Viele Menschen in diesem Land brauchen eine starke, eine wieder erstarkende SPD", sagte Stoch. Er werde die Neuaufstellung nach Kräften unterstützen. Die SPD kommt nach ersten Hochrechnungen auf knapp 5,5 Prozent der abgegebenen Stimmen. Bei der vorherigen Landtagswahl 2021 waren es noch 11,0 Prozent gewesen. SPD-Chef Lars Klingbeil erklärte sich das schwache Abschneiden seiner Partei mit der "Dynamik" des Zweikampfs zwischen Grünen und CDU. "Es ging nur noch um die Frage: Cem Özdemir oder Manuel Hagel. Wer soll Ministerpräsident in Baden-Württemberg werden?", sagte Klingbeil im ZDF. Er sprach von einem "total bitteren Abend" für die SPD. Für den Fall, dass seine Partei aus dem Landtag ausscheidet, will auch der FDP-Spitzenkandidat und -Landeschef Hans-Ulrich Rülke "die entsprechende Verantwortung übernehmen." Zunächst gelte es jedoch abzuwarten, was der Abend noch bringe, sagte Rülke im ZDF. Das Abschneiden seiner Partei in Baden-Württemberg wertete Rülke als einen "Rückschlag" für die FDP im Bund. Die FDP liegt in Hochrechnungen bei 4,5 Prozent und wäre mit diesem Ergebnis erstmals nicht mehr im Landtag von Baden-Württemberg vertreten. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.