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17.03.2026
17:34 Uhr
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16.100 Menschen haben sich bis Ende Februar bei der Bundeswehr beworben, 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch die Neueinstellungen sind gestiegen.

Die Bundeswehr hat einen deutlichen Anstieg an Bewerbungen verzeichnet. Bis Ende Februar haben sich dem Bundesverteidigungsministerium zufolge rund 16.100 Menschen für eine militärische Laufbahn beworben, ein Plus von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Diese Tendenz spiegle sich auch in den Neueinstellungen wider: Im Februar gab es mehr als 5.300 Einstellungen und damit 14 Prozent mehr als zur gleichen Zeit im Vorjahr. Seit Anfang Januar gilt ein neues Wehrdienstgesetz. Besonders stark fiel der Zuwachs bei den freiwillig Wehrdienstleistenden und kurz dienenden Zeitsoldaten aus. Deren Zahl stieg dem Ministerium zufolge um 15 Prozent auf rund 13.400. Wehrdienstleistende sind sechs bis elf Monate bei der Bundeswehr, kurz dienende Zeitsoldaten zwölf bis 23 Monate. Das Ministerium wies jedoch darauf hin, dass die Gesamtpersonalstärke saisonalen Schwankungen unterliege. Im Frühjahr scheiden erfahrungsgemäß mehr Soldaten aus. Der Bundestag hatte Ende vergangenen Jahres das neue Wehrdienstgesetz verabschiedet. Dieses sieht vor, dass 18-jährige Männer ab Jahrgang 2008 verpflichtend einen Fragebogen ausfüllen und zur Musterung gehen müssen. Der Wehrdienst an sich bleibt aber vorerst freiwillig. Für Frauen ist sowohl das Ausfüllen des Fragebogens als auch die Musterung freiwillig. 186.200 aktive Soldaten Die aktive Personalstärke der Bundeswehr beträgt den Angaben zufolge aktuell rund 186.200 Soldatinnen und Soldaten, was einem Zuwachs von rund 3.600 Personen im Vergleich zum Februar 2025 entspricht. Im Januar dieses Jahres waren es mit rund 186.400 Soldatinnen und Soldaten fast genauso viele. Die Gesamtpersonalstärke wird laut Ministerium im Jahresverlauf weiterhin saisonalen Schwankungen unterliegen. Im Frühjahr scheiden demnach erfahrungsgemäß überproportional viele Soldatinnen und Soldaten zu ihrem Dienstzeitende planmäßig aus, um etwa einen zivilen Beruf zu ergreifen oder in ein Studium oder eine Ausbildung im Sommerhalbjahr einzusteigen. Außerdem sei die Nachfrage nach Grundausbildungen nicht so stark wie etwa in der zweiten Jahreshälfte.