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19.08.2026
00:54 Uhr
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Innerhalb eines Jahres sollen 1.200 Menschen nach Liberia kommen, die von den USA abgeschoben wurden. Den USA zufolge droht ihnen in ihren Heimatländern etwa Folter.

Liberia wird bis zu 1.200 von den USA abgeschobene Migranten und Migrantinnen aus Drittländern aufnehmen. Wie der Informationsminister des westafrikanischen Staates, Jerolinmek Piah, mitteilte, hat die Regierung eine entsprechende Vereinbarung mit den USA getroffen. Es handele sich dabei um eine der umfassendsten dieser Art, sagte Piah. Die 1.200 Migranten sollen demnach binnen eines Jahres nach Liberia kommen. Dabei soll es sich sowohl um Menschen aus Afrika als auch aus Südamerika und der Karibik handeln. Die erste Gruppe aus 20 Personen werde bereits am Donnerstag eintreffen, sagte Piah. US-Einwanderungsrichter hatten zuvor entschieden, dass ihnen in ihren Heimatländern Folter oder andere Misshandlungen drohen. Seitens des US-Außenministeriums gab es keine Details zu den Nationalitäten. Liberia will Migranten als Gäste betrachten Die liberianische Regierung betonte, es gebe keine direkte Gegenleistung für das Abkommen. Man fordere keine finanzielle Entschädigung von der US-Regierung. Liberia erhalte jedoch Unterstützung beim Management des Programms und bei der Stärkung des eigenen Migrationssystems. Die Regierung verwies zudem auf die Geschichte des Landes als historischer Zufluchtsort für befreite Sklaven aus den USA. Liberia betrachte die Migranten als Gäste, die das Land jederzeit verlassen oder Asyl beantragen könnten, hieß es. Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump im Januar 2025 hat die US-Regierung ähnliche Abkommen mit mehreren afrikanischen Staaten geschlossen. Dazu gehören die Demokratische Republik Kongo, die Zentralafrikanische Republik, Äquatorialguinea, Kamerun, Ghana und Sierra Leone. Liberias Präsident Joseph Boakai hatte Trump im vergangenen Jahr im Weißen Haus getroffen. Dabei hatte Trump mehrere westafrikanische Staatschefs gedrängt, Migranten aufzunehmen. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten wurden schon Tausende von Menschen in mehr als 20 Länder abgeschoben, die nicht ihre Heimatländer sind.