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05.06.2026
20:13 Uhr
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Der Wolf, der in Hamburg eine Frau verletzt hatte, ist nach Einschätzung der Umweltbehörde tot. Sein Ortungssender habe seit Tagen kein Signal gesendet.

Der Wolf, der vor gut zwei Monaten eine Frau in einer Hamburger Einkaufspassage verletzt hatte , ist vermutlich tot. Nach dem Vorfall war der Wolf im Stadtteil Altona in der Innenstadt eingefangen und später mit einem Ortungshalsband ausgewildert worden. Der Sender schickte laut Umweltbehörde bis Ende Mai automatisch Daten. Seitdem konnte kein Signal mehr empfangen werden. »Die verwendeten Sender sind technisch äußerst verlässlich und erprobt; ein Defekt oder ein herkömmlicher Verlust des Halsbandes wird nach so kurzer Laufzeit als unwahrscheinlich eingeschätzt«, sagte er. Es habe zwar umfangreiche Suchaktionen nach dem jungen Wolf gegeben, die seien aber erfolglos geblieben. Weder das Tier noch der Sender konnten gefunden werden. »Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse ist der Tod des Tieres wahrscheinlich«, teilte der Sprecher mit. Nach Auswilderung habe sich der Wolf unauffällig verhalten Die Umweltbehörde ging nach dem Angriff davon aus, dass der Wolf die Frau gebissen habe, als diese auf das panische Tier zugegangen sei, um es durch die gläsernen Automatiktüren der Einkaufspassage nach draußen zu lassen. Naturschützer bezweifeln das. Sie verweisen etwa auf eine Zeugin, die gesehen haben will, dass der Wolf die Frau angesprungen, aber nicht gebissen habe. Dabei habe er sie möglicherweise mit der Pranke verletzt. Zuvor war der Wolf tagelang durch Hamburg geirrt. Nach dem Angriff lief er durch die Innenstadt und sprang in die Binnenalster, wo ihn die Polizei einfangen konnte. Er wurde in eine Wildtierstation nach Sachsenhagen im niedersächsischen Landkreis Schaumburg gebracht und Anfang April im südlichen Stadtgebiet von Hamburg wieder ausgewildert. Anschließend habe sich der Wolf unauffällig in einem festen Revier in einem ländlichen Bereich in Niedersachsen, über 150 Kilometer von Hamburg entfernt, niedergelassen, teilte der Sprecher mit. Das Tier habe sich völlig unauffällig und »wolfstypisch« verhalten.