|
05.06.2026
09:00 Uhr
|
Die Erzählung der körperlichen Überlegenheit von Männern ist auch ein Machtinstrument. Viele irritiert, wenn Frauen selbst Gewalt anwenden, um sich zu wehren. Warum?

In dieser Folge von Das Politikteil geht es um Körper und Macht, um Frauen und Männer – und um die Frage, was passiert, wenn Frauen nicht länger nur als schutzbedürftige Opfer wahrgenommen werden, sondern selbst kämpfen, Widerstand leisten und notfalls Gewalt anwenden. Vor dem Hintergrund eines weltweiten Backlashs gegen feministische Errungenschaften diskutieren wir, warum autoritäre Männlichkeitsbilder in der Politik wieder Konjunktur haben und weshalb weibliche Wehrhaftigkeit bis heute viele irritiert. Im Podcast sprechen Ileana Grabitz und Heinrich Wefing mit der ZEIT-Korrespondentin Andrea Böhm, die ein Buch zum Thema geschrieben hat: Fighting like a Woman. Die Geschichte der Frauen, die zurückschlagen (Rowohlt). Im Gespräch mit den Hosts erzählt sie von Frauen aus unterschiedlichen Zeiten und Weltregionen, die sich gegen Gewalt, Unterdrückung und tradierte Rollenbilder auch physisch zur Wehr setzen. Und erklärt, was ihr Widerstand über Geschlechterverhältnisse, Macht und Emanzipation verrät. Böhm zufolge ist die Vorstellung von der natürlichen körperlichen Überlegenheit der Männer auch ein kulturelles Machtinstrument. Im Podcast Das Politikteil sprechen wir jede Woche über das, was die Politik bewegt, erklären Hintergründe und diskutieren Zusammenhänge. Immer freitags, mit zwei Moderatoren und einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Ileana Grabitz und Peter Dausend oder Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing zu hören. Diesmal moderieren Ileana Grabitz und Heinrich Wefing.